Schon wieder getroffen: Martin Hlozek (links) wird von Ty Morris zu einem seiner bislang 15 Treffer in dieser Saison beglückwünscht.
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Schon wieder getroffen: Martin Hlozek (links) wird von Ty Morris zu einem seiner bislang 15 Treffer in dieser Saison beglückwünscht.

Eishockey-Oberliga

Peitings Stürmer Martin Hlozek: Torgefährlich und mit Blick nach oben

  • Roland Halmel
    vonRoland Halmel
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Er ist beim EC Peiting einer der besten Torschützen: Martin Hlozek hat sich schnell eingelebt. Doch mit der Oberliga gibt er sich noch nicht zufrieden.

Peiting – „New York, Rio, Rosenheim“ – davon sangen vor mehreren Jahren die Sportfreunde Stiller. In etwas abgewandelter Form trifft diese Dreierkonstellation an Orten auch auf Martin Hlozek zu. In seinem Fall heißt es Augsburg, Salzburg, Peiting. Seit dem vergangenen Spätsommer trägt der Stürmer das Trikot des ECP. „Er ist uns zugeflogen“, berichtet Peitings Teammanager Gordon Borbergüber die Umstände, wie es zur Verpflichtung des 20-jährigen Stürmers kam.

Sein älterer Bruder Michal (37) hat einst mit Sebastian Buchwieser in Höchstadt zusammengespielt. „Von daher wusste ich, dass er ein guter Coach ist“, erzählt Martin Hlozek, nachdem der Peitinger Trainer Kontakt mit dem Agenten Hlozeks aufgenommen hatte. „Ich bin sehr gut aufgenommen worden und fühle mich in Peiting auch sehr wohl“, sagt der gebürtige Tscheche, der mit 16 Jahren zu seinem Vater nach Augsburg kam, wo er auch drei Jahre im Nachwuchs des AEV spielte. Zur Saison 2019/20 wechselte er an die Red Bulls Academy“ nach Salzburg. „Da haben wir zweimal täglich auf und viermal außerhalb des Eises trainiert“, berichtet Hlozek von einer sehr intensiven Eishockeyzeit in Österreich.

Wenn das Fernstudium es zulässt, spielt er Golf oder Tennis

Trotzdem fand er noch Zeit, sich seines Fernstudiums zu widmen, das er auch in Peiting weiterhin betreibt. Wenn er nicht gerade Eishockey spielt oder für sein Studium büffelt, spielt Hlozek leidenschaftlich Tennis und auch Golf. „Im letzten Jahr war ich öfter mit Nardo Nagtzaam und Martin Mazanec beim Golfen, bis es wegen Corona nicht mehr ging“, erzählt der Stürmer, der mit Nagtzaam und Ty Morris zu Saisonbeginn gemeinsam eine Reihe bildete. Das Zusammenspiel mit den beiden Routiniers zahlte sich auch aus: „Ich habe von beiden viel gelernt und auch profitiert“, sagt Hlozek, der sich mit einigen Toren in den Vordergrund spielte.

Die Corona-Pause beim ECP Ende vergangenen Jahres bremste ihn dann aber ein wenig aus. „Danach war es etwas schwer, wieder reinzukommen. Aber jetzt geht es wieder“, so Hlozek. Der Stürmer, der von seiner Schnelligkeit und Wendigkeit lebt, sieht sich mittlerweile wieder gut in Schuss - auch, wenn Corona das Team derzeit wieder ausbremst. Am liebsten ist er auf der Außenbahn unterwegs. „Center zu spielen ist nicht so meins, weil mir das Bullyspiel nicht so liegt“, sagt der 20-Jährige, der mit 15 Treffern in der teaminternen Torschützenliste der Peitinger derzeit hinter Nagtzaam (20) den zweiten Platz belegt.

Die Torgefährlichkeit Hlozeks könnte für die kommende Spielzeit durchaus Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen wecken. „Mir gefällt es in Peiting, aber mein Ziel ist es, in einer höheren Liga zu spielen“, gibt Hlozek offenherzig zu, sich im Profibereich etablieren zu wollen. Über die kommende Saison macht er sich indessen gegenwärtig noch keine Gedanken. Zunächst einmal steht Peiting im Mittelpunkt. „Wir haben eine gute Mannschaft, mit der will ich in die Play-offs kommen. Und da soll es dann möglichst weit gehen.“ Und wer weiß, vielleicht landet er eines Tages auch in New York. Dort gibt es mit den Rangers und den Islanders bekanntlich gleich zwei hochklassige Eishockeyteams.

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