Homeoffice zu Coronazeiten: Ty Morris erledigt seine Arbeit von zu Hause.
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Homeoffice zu Coronazeiten: Ty Morris erledigt seine Arbeit von zu Hause.
Mit dem „C“ auf der Brust: Ty Morris (r.) mit Nardo Nagtzaam.
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Mit dem „C“ auf der Brust: Ty Morris (r.) mit Nardo Nagtzaam.

EC Peiting

Ty Morris im Interview: „Das werde ich nie vergessen“

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Die Eishockey-Saison in Deutschland ist zu Ende - Zeit für ein Fazit. Wir haben mit Ty Morris, Stürmer beim EC Peiting, über die abgelaufene Spielzeit gesprochen. 

Peiting – Früher als erhofft endete für den EC Peiting die Saison in der Eishockey-Oberliga Süd. Das lag aber nicht an den sportlichen Leistungen des ECP – denn die Peitinger hatten sich als Sechster für die Play-offs qualifiziert –, sondern an den Auswirkungen des Coronavirus. Die Spielzeit wurde vor den Play-offs für beendet erklärt. Eine Hauptrolle spielte beim EC Peiting einmal mehr Ty Morris. Der Routinier blickt im Interview mit uns zurück auf eine für ihn besondere Spielzeit, den Umbruch im Peitinger Team und seine Zukunft.

Herr Morris, wie haben Sie die Nachricht über das vorzeitige Saisonende aufgenommen?

Das hat mich sehr traurig gemacht. Die Mannschaft hat so viel Arbeit reingesteckt und alles gegeben, damit wir die Play-offs erreichen. Ich hätte gerne gesehen, was mit einem vollen Kader möglich gewesen wäre.

Wie fällt in Bezug auf die Mannschaft Ihr Saisonfazit aus?

Der Tabellenplatz, auf dem wir die Saison beendet haben, spricht für sich selbst. Wir haben in jedem Spiel gekämpft bis zum Ende – auch mit kleinem Kader. Wir haben auswärts viele Punkte geholt und in Heimspielen gepunktet, als eigentlich nichts möglich war. Das macht mich sehr stolz. Ich glaube sogar, dass für die Play-offs das Heimrecht möglich gewesen wäre, wenn alle fit gewesen wären.

Wie bewerten Sie Ihre persönliche Spielzeit?

Ich bin gut in die Saison gekommen. Das war wichtig für mich, zu sehen, in welche Richtung es geht. Nach meiner Verletzung bin ich dann gut zurückgekommen. Natürlich gab es ein paar Situationen, die nicht so gut gelaufen sind. Insgesamt bin ich aber sehr glücklich.

Im vergangenen Sommer gab es einen großen Umbruch in Peiting. Einige Spieler sind gegangen, einige gekommen. Hatten Sie dadurch eine andere Rolle?

Mit beispielsweise Anton Saal und Rob Brown haben uns wichtige Charaktere verlassen. Dazu kam die bittere Verletzung unseres Kapitäns, Andreas Feuerecker. Ich hatte dann schon das Gefühl, dass von mir mehr kommen muss – sowohl in der Kabine als auch auf dem Eis. Ich hoffe, dass ich das gut gemacht habe.

Nach der Verletzung von Andreas Feuerecker sind Sie ja sogar lange Zeit als Spielführer aufgelaufen.

Das war das erste Mal für mich, Kapitän über einen längeren Zeitraum zu sein. Bisher hatte ich nur mal einzelne Spiele ausgeholfen. Dadurch hatte ich zwar mehr Gewicht auf meinen Schultern, aber in unserer Gruppe ist das einfach. Wir haben zehn Kapitäne in der Mannschaft. Es war nicht immer ich, der etwas sagen musste. Die anderen Spieler haben es mir dadurch leicht gemacht. Das werde ich nie vergessen.

War das ausschlaggebend, trotz des Umbruchs eine gute Saison gespielt zu haben?

Ja, das ist das Spezielle in Peiting. Viele in der Gruppe sind schon lange Zeit zusammen, wir haben alle eine enge Beziehung. Wir helfen uns. Wenn einer einen schlechten Tag hat, ziehen die anderen ihn mit. Wir hatten es diese Saison nicht immer leicht, aber wir haben einen Weg gefunden. Das spricht für die Führungsspieler.

Welcher Mitspieler hat sie positiv überrascht?

Definitiv Thomas Heger. Er hat richtig gut gespielt. Vor der Saison war von ihm mehr erwartet worden und er hat die komplette Spielzeit seine Leistung gebracht. Für ihn finde ich es besonders schade, dass die Saison schon zu Ende ist, denn er hatte sich so auf die Play-offs gefreut.

Haben Sie schon einen konkreten Plan, wie Ihre Eishockeykarriere weitergeht?

Nein, ich habe keine Ahnung. Jetzt bin ich erst einmal ein paar Wochen zu Hause. Ich warte auf Gespräche, es ist noch nichts entschieden. Eines ist aber klar: Ich werde auf jeden Fall weiterspielen.

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