Alle Anstrengungen waren umsonst: Der EC Peiting unterlag gegen den Oberliga-Letzten aus Landsberg mit 2:5. foto. df

Der ECP verliert gegen den Letzten

Peiting - Für die Gäste war es eine Sensation, für die einheimischen Eishockey-Cracks ein unliebsamer Ausrutscher durch besondere Umstände: Mit 2:5 (0:1, 0:1, 2:3) unterlag der drittplatzierte EC Peiting dem EV Landsberg, der in der Oberliga Süd den letzten Platz belegt.

Der Puck mochte einfach nicht ins gegnerische Tor. Die Fans des EC Peiting erlebten die Versäumnisse der gastgebenden Angreifer, und auch Trainer Leos Sulak nannte die Probleme. „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, bedauerte er bei der anschließenden Pressekonferenz und nahm seine Kufenflitzer in Schutz. „Denen kann ich keinen Vorwurf machen. Die haben gekämpft, und die haben es bis zum Schluss probiert“, so der 54-Jährige. „Aber uns fehlt momentan auch ein wenig das Glück.“

Gekämpft hat auch der EV Landsberg, der sich enorm verbessert präsentierte und mit Patrick Ashton einen neuen Torsteher zwischen den Pfosten hat, auf den sich die Vorderleute verlassen können. Vor allem, wenn die erste Sturmreihe mit Igor Bacek, Benjamin Barz und Troy Bigam auf dem Eis war, herrschte Alarmstufe Rot. Auf der anderen Seite war die Defensive des EVL fast erfolgreich bemüht, Peitings erstem Sturm nicht allzu viel Freiheit zu lassen. Und den Gästen gelangen auch zwei Treffer im Powerplay-Spiel. Das macht Landsbergs Trainer Dave Rich Hoffnung, dass es nach der Zwischenrunde vielleicht doch noch zum achten Platz und den Play-offs reicht. „Unsere Leistungskurve geht nach oben“, lobte er und unterstrich die wertvolle Bedeutung von Verteidiger Nikolaus Meier. Der Bad Kohlgruber machte ein gutes Spiel.

Im ersten Durchgang hätten sich die Peitinger schon eine Führung rausspielen müssen. Marc Vorderbrüggen versuchte es einmal mit einem Distanzschuss, Michael Kreitl hatte eine Riesenchance, und auch Lubor Dibelka stand aussichtsreich. Ins Tor traf allerdings nur Nick Anderson vom EVL in der 17. Minute. Im zweiten Durchgang machte im Spiel mit viel Tempo nur der zweite Treffer der Gäste durch Bacek (29.) den Unterschied. „Ich habe ein gutes Gefühl“, meinte Konditionstrainer Wolfgang Filser angesichts des Spiels. Er rechnete noch mit einer Wende. „Aber wir müssen jetzt Druck machen und dürfen die Landsberger nicht ins Spiel kommen lassen“, so sein Erfolgsrezept, das aber nicht aufging.

Erst im Schlussdrittel, nachdem die Gäste in Überzahl bei einem Gestochere vor dem Peitinger Tor durch Barz (48.) einen dritten Treffer vorgelegt hatten, verkürzte Michael Kreitl mit seinem 27. Saisontor auf 1:3 (50.), dem aber fast postwendend das 4:1 aus Sicht der Landsberger durch Michael Maaßen folgte, als der Schiedsrichter gerade eine Strafe gegen den ECP anzeigte. Uneinholbar war der Schütze Peitings aufgerückter Abwehr einteilt.

Hoffnungen hatten die Gastgeber, als Michael Kreitl in der 58. Minute auf 2:4 verkürzte. Peitings Trainer, der ab dem zweiten Durchgang wieder ohne Andrej Salzer auskommen musste, ersetzte seinen Keeper frühzeitig durch einen sechsten Feldspieler. Doch das Vorhaben, vielleicht doch noch eine Verlängerung zu schaffen, ging nicht auf. Bacek konnte sich bei seinem Emty-net-Treffer zum 5:2 aus Sicht der Landsberger alle Zeit nehmen und konzentriert einschießen.

Für den EC Peiting war es die dritte Niederlage in Folge, nachdem zuvor in Deggendorf und Klostersee verloren wurde. Jetzt will er wenigstens in den abschließenden beiden Einsätzen der Vorrunde nochmals punkten. Denn auch die Konkurrenz gibt immer wieder Punkte ab. Am Freitag ist der ECP noch in Passau zu Gast. Am Sonntag kommt der EV Füssen in die Marktgemeinde, der wie der ECP 68 Punkte hat und den Peitingern den dritten Platz noch streitig machen könnte. df

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