Manfred Eichberger traf beim ersten Penalty. Beim zweiten Durchgang scheiterte er allerdings an Passaus Keeper. foto: df

Der ECP verliert das Penaltyschießen in Passau

Peiting - Drei Punkte waren für den EC Peiting in der Oberliga Süd die Wochenend-Ausbeute. Dem Sieg über Regensburg in der Verlängerung (wir berichteten) folgte zwei Tage später eine 2:3 (1:1, 1:1, 0:1, 0:1)-Penalty-Niederlage bei den Passau Black Hawks. Hinter Klassenprimus EC Bad Tölz behaupten die Peitinger den zweiten Platz.

Zufriedenheit sieht anders aus. Peitings Trainer Leos Sulak lobte nach dem Match in Passau zwar den Einsatz seiner Truppe und die bessere spielerische Klasse, war aber von der mangelnden Ausbeute in Form eines Punktes enttäucht. „Die bessere Mannschaft hat diesmal verloren“, bedauerte der Teamchef. „Wir haben zwar in allen drei Dritteln besser gespielt als die Passauer, aber dafür können wir uns nichts kaufen. Da hat das Glück entschieden, und das war diesmal gegen uns.“

Angetan war der Peitinger Trainer von der Disziplin seiner Cracks. Allerdings musste er ohne Robin Slanina auskommen, der bei den Junioren gegen Freiburg im Einsatz war, und Alexander Simon meldete sich krank. Doch auch die gastgebenden Niederbayern waren nicht komplett.

Die Passauer haben eine sehr gute Mannschaft“, lobte Sulak den Gegner, „aber wir hätten trotzdem gewinnen müssen.“ An Einschussmöglichkeiten, die Partie zu entscheiden, mangelte es sicherlich nicht. Allerdings hatten die Niederbayern mit Martin Cinibulk einen Mann zwischen den Pfosten, der schon in der zweiten Liga spielte und sein Handwerk versteht. Andererseits hielt auch sein Gegenüber Florian Hechenrieder die Gäste wiederholt im Spiel.

Nach der leidlichen 2:8-Heimklatsche am 6. November gegen Erding waren die Passauer gefordert, ihren Fans wieder etwas mehr zu bieten. Den Erwartungen wurden sie gerecht. Kurz nach dem Ablauf einer Strafzeit für Florian Simon, in der Hechenrieder zweimal eingreifen musste, gelang Stephan Stiebinger der Führungstreffer für die Niederbayern. Hechenrieder war erneut gefordert, doch kurz vor Ende des ersten Drittels gelang Josef Kottmair der verdiente Ausgleich.

Glück war für die Indianer, dass im zweiten Durchgang Stiebinger für einen Nackenschlag gegen Peitings Manfred Eichberger nur eine kleine Strafe aufgebrummt bekam. So reduzierten sich die Strafzeiten für die Niederbayern im zweiten Durchgang auf fünf Hinausstellungen. Die Vorteile nutzte der ECP, der in der 25. Minute mit zwei Mann weniger den zweiten Gegentreffer durch Thomas Vogl kassiert hatte, lediglich zum 2:2-Ausgleich durch Michael Kreitl (37.). Dabei blieb es trotz des Drucks, den die Peitinger im Schlussdrittel aufs gegnerische Tor entfachten. Die Passauer störten den Gegner früh und machten die Räume eng.

Fast die komplette Verlängerung überstanden die Oberbayern mit einem Mann weniger, so dass das Penaltyschießen entschied. Das begann für die Peitinger mit einem Treffer durch Kottmair vielversprechend, während zuvor Martin Piecha vergab. Danach traf auch Penalty-König Eichberger, während Patrik Beck scheiterte und die beiden Passauer Schützen (Waldemar Detterer und Vogl) trafen. In der zweiten Runde scheiterten Kottmair und Eichberger, die erneut die Verantwortung auf sich nahmen, an Passaus Keeper. Auf der anderen Seite vergab Piecha, so dass der Treffer von Detterer die Entscheidung an diesem recht spannenden Eishockey-Abend war. df

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