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Wie Lukas Gohlke von Rosenheim das Jubiläum vermiest wurde

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Von: Stefan Schnürer

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 Lukas Gohlke bestritt in Rosenheim sein 300. Oberliga-Spiel für den EC Peiting und kassierte dort eine herbe 2:8-Niederlage.
Trauriges Jubiläum: Lukas Gohlke bestritt in Rosenheim sein 300. Oberliga-Spiel für den EC Peiting und kassierte dort eine herbe 2:8-Niederlage. © Holger Wieland (Archiv)

Beim Gastspiel in Rosenheim bestritt Stürmer Lukas Gohlke sein 300. Oberliga-Spiel für den EC Peiting. Die Starbulls verweigerten dem Jubilar jedoch ein Geschenk.

Peiting – Seit der Saison 2015/16 geht Stürmer Lukas Gohlke für den EC Peiting auf Torejagd. Am vergangenen Mittwoch im Auswärtsspiel bei den Starbulls Rosenheim bestritt der gebürtige Füssener, der in wenigen Tagen seinen 27. Geburtstag feiert, sein 300. Oberliga-Spiel für die Peitinger. Allerdings wurde es ein sehr trauriges Jubiläum: Beim 2:8 (0:3, 2:3, 0:2) boten Gohlke und seine Teamkameraden einen Auftritt, der Anlass zur Sorge bereitet. Die Peitinger hatten beim bestens aufgelegten Tabellenzweiten von Beginn an nicht den Hauch einer Chance und sie kassierten die bis dato höchste Niederlage in dieser Saison. Nach der fünften Pleite in den vergangenen sechs Spielen gerät Platz sechs und damit die direkte Qualifikation für die Meisterrunde zunehmend in Gefahr. Obendrein setzte sich für den ECP eine Negativserie fort: In Duellen gegen die vier erstplatzierten Teams aus Weiden, Rosenheim, Regensburg und Memmingen hat das Saal-Team diese Saison noch keinen einzigen Punkt geholt. Die gute Nachricht: Sämtliche Konkurrenten der Peitinger im Kampf um einen dieser begehrten Ränge gingen – mit Ausnahme des SC Riessersee, der in Landsberg gewann – ebenfalls leer aus.

Wir waren immer einen Schritt zu langsam und haben uns nicht gewehrt.

Peitings Trainer Anton Saal

Diese Tatsache dürfte ECP-Trainer Anton Saal jedoch kaum getröstet haben. Zu dürftig war das, was seine Mannen in Rosenheim geboten hatten. „Wir haben nur zugeschaut und den Gegner spielen lassen“, sagte Saal bei der Pressekonferenz. Schonungslos zählte er die Defizite seines Teams auf: „Wir haben keinen Zugriff aufs Spiel gefunden. Wir waren immer einen Schritt zu langsam und haben uns nicht gewehrt.“ Das Ergebnis gehe völlig in Ordnung: „Es hätten auch noch ein, zwei Tore mehr sein können“, so Saal. In der Tat: Eine zweistellige Niederlage war durchaus im Bereich des Möglichen.

Eishockey: Im ersten Drittel schießt Rosenheim 26-mal aufs Tor, Peiting nur einmal

Es deutete sich schon sehr früh an, dass dies für die Peitinger kein erfreulicher Abend werden würde. Die Starbulls legten vom ersten Bully weg den Vorwärtsgang ein. Peitings Torhüter Andreas Magg stand praktisch unter Dauerbeschuss und verhinderte dank einiger Glanzparaden, dass der Rückstand nicht bereits nach 20 Minuten aussichtslos war. Chancenlos war er allerdings, als die Rosenheimer Aaron Reinig (10.) Maximilian Vollmayer (15.) und Zackary Phillips (17.) völlig frei vor seinem Gehäuse auftauchten und mühelos vollendeten. Wie erdrückend die Überlegenheit der Hausherren im ersten Abschnitt war, dokumentiert das Schussverhältnis von 26:1.

Eishockey: Trotz 0:6-Rückstands gibt sich Peiting nicht auf

Die erste Aktion der Peitinger , die das Etikett „Torchance“ auch verdiente, hatte Eetu-Ville Arkiomaa, als er mit einem strammen Schuss den Rosenheimer Keeper Kolarz zu einer Parade zwang. Die Gäste gestalteten die Partie fortan zwar ein wenig offener, wirklich bedrohlich wurden sie für die Starbulls aber weiterhin nicht. Vielmehr erhöhte Maximilian Brandl, von dessen Kufen die Scheibe ins Tor sprang, auf 4:0 (24.). Danach machten Steffen Tölzer (27.) und Curtis Leinweber (29.) mit ihren Treffern das halbe Dutzend für die Rosenheimer voll. Zur Ehrenrettung der Peitinger sei gesagt, dass sie sich trotz des deutlichen Rückstands nicht völlig hängen ließen. Vielmehr gelang es ihnen, ein wenig Ergebniskosmetik zu betreiben: Dominic Krabbat hielt nach einem Distanzschuss von Fabian Weyrich den Schläger hin und markierte damit das 1:6 (30.), wenige Sekunden vor der Pausensirene fälschte Markus Czogallik während eines ECP-Überzahlspiels einen Schuss von Andreas Feuerecker zum 2:6 ab. „Im zweiten Drittel haben wir uns kurz gewehrt“, befand Coach Saal – und schränkte sogleich ein: „aber nur sehr kurz“.

Eishockey: Im Schlussdrittel kommt keine Spannung mehr auf

Im Schlussdrittel ging es munter hin und her. Da Rosenheim aber nicht mehr richtig wollte und Peiting nicht konnte, kam Spannung nicht mehr auf. Beide Torhüter bekamen ordentlich zu tun, doch lediglich Rosenheims Kolarz hielt seinen Kasten sauber. Sein Gegenüber Magg hingegen musste sich zwei weitere Male geschlagen geben (52., 60.). „Bei meinen Spielern wird es heute nicht viele geben, die sagen: Ich habe gut gespielt“, sagte Saal.

Die Chance zur Revanche bietet sich den Peitingern bereits am kommenden Sonntag, 9. Januar, wenn die Rosenheimer an die Peitnach kommen (18 Uhr). Ehe es so weit ist, steht für den ECP an diesem Freitag das Gastspiel beim Tabellendritten, den Eisbären Regensburg, auf dem Programm (20 Uhr). Die Gefahr weiterer Negativerlebnisse ist für die Peitinger in diesen beiden Partien sehr hoch.

Statistik

Starbulls Rosenheim - EC Peiting 8:2 (3:0, 3:2, 2:0)

1. Drittel: 1:0 (9:25) Reinig (Tölzer, Daxlberger), 2:0 (14:50) Vollmayer (Leinweber, Slezak), 3:0 (16:17) Phillips (Snetsinger, Brandl). 2. Drittel: 4:0 (23:01) Brandl (Draxinger, Phillips), 5:0 (26:25) Tölzer (Brandl, Daxlberger), 6:0 (28:33) Snetsinger (Leinweber, Vollmayer), 6:1 (29:10) Krabbat (Morris, Weyrich), 6:2 (39:49) Czogallik (Feuerecker, Stauder/5-4). 3. Drittel: 7:2 (51:35) Snetsinger (Draxinger, Brandl), 8:2 (59:47) Schmidpeter (Slezak, Draxinger).

Strafminuten: Rosenheim 2, Peiting 8. Zuschauer: 868.

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