Peitngs Trainer Anton Saal zusammen mit Neuzugang Eetu-Ville Arkiomaa.
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Die Richtung stimmt: Peitings Trainer Anton Saal (hier mit Neuzugang Eetu-Ville Arkiomaa) ist mit den Leistungen seines Teams, auch wenn es noch die eine oder andere Schwäche offenbart, bislang zufrieden.

Eishockey: Peitings Trainer Anton Saal zieht Oberliga-Zwischenbilanz

EC Peiting: Viel Positives, aber auch noch Defizite

  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Die Spielpause in der Oberliga bot Anton Saal die Gelegenheit, ein Zwischenfazit zu ziehen. Der Trainer erkannte viel Positives, aber auch noch Defizite in seinem Team.

Peiting – Schon vor der Saison hatte Peitings neuer Coach Anton Saal angekündigt, nach einigen Spielen eine Zwischenbilanz zu ziehen. Nach inzwischen zehn absolvierten Partien in der Oberliga Süd bot die aufgrund des Deutschland-Cups verordnete Spielpause hierzu die ideale Gelegenheit. „Von den Ergebnissen und dem Tabellenstand sind wir voll im Soll“, so Saal. Seine Mannschaft rangiert im Moment auf Rang fünf, mit dem sportlichen Abschneiden ist der ECP-Coach absolut einverstanden.

Um gegen die Top-Teams bestehen zu können, müssen wir noch eine Schippe drauflegen.

Anton Saal, Trainer des EC Peiting

Die Tabelle spiegelt auch ganz gut den Saisonverlauf wider. Gegen die vor ihnen platzierten Konkurrenten verloren die Peitinger, wobei noch das Spiel gegen Memmingen – bei den „Indians“ ist der ECP am kommenden Sonntag zu Gast – aussteht. Die hinter ihnen platzierten Mannschaften haben die Peitinger allesamt bezwungen. „Um gegen die Top-Teams bestehen zu können, müssen wir noch eine Schippe drauflegen“, hat Saal gegenüber den Eisbären Regensburg, den Starbulls Rosenheim und den Blue Devils Weiden um Peitings Ex-Trainer Sebastian Buchwieser noch Defizite ausgemacht. „Vor allem in Überzahl müssen wir noch besser werden“, nennt Saal eine der Baustellen, die es zu bearbeiten gilt.

Eishockey: Nach einer Führung wird Peiting bisweilen nachlässig

Eine andere Schwäche, die das Peitinger Team in der Vorbereitung offenbarte, Nachlässigkeiten am Anfang oder Ende eines Drittels sowie nach eigenen Toren, haben die Peitinger indessen abgestellt. „Daran haben wir gearbeitet, wir fangen meist sehr gut an“, lobt Saal. Weniger glücklich war er, wie seine Schützlinge nach einer Führung auftraten. „Da haben wir gegen Lindau und Deggendorf was hergeschenkt und den Gegner wieder ins Spiel kommen lassen. Das machen die Spitzenteams nicht“, erkannte Saal immer wieder Durchhänger. „Nur in Regensburg haben wir 60 Minuten konzentriert durchgespielt.“ Was die Konstanz betrifft, haben die Peitinger nach Ansicht Saals noch Luft nach oben.

Eishockey: Peitings Neuzugang Arkiomaa kommt nach Anlaufschwierigkeiten langsam in Schwung

Wenig auszusetzen hat Saal an der Zusammensetzung seiner Reihen. Ty Morris, der nicht wie gewohnt in der Mitte, sondern auf der Außenbahn unterwegs ist, harmoniert sehr gut mit Nardo Nagtzaam und Thomas Heger. Marco Habermann, Daniel Reichert und Eetu-Ville Arkiomaa bilden die zweite Angriffsformation. Sie ist ebenfalls sehr torgefährlich, auch wenn der finnische Neuzugang erst langsam ins Rollen kam. „Er hadert mit sich selbst, aber man muss Geduld mit ihm haben. Er ist auf dem richtigen Weg“, so Saals Urteil über den Neuzugang, der beim 7:3-Sieg gegen seinen Ex-Klub Riessersee zweimal traf. Ein Sonderlob gibt es für Habermann, „der für tolle Atmosphäre in der Kabine sorgt“, so Saal, sowie für Nachwuchsmann Markus Czogallik. Er erhält in der sehr engagierten und auch erfolgreichen dritten Reihe viel Einsatzzeit und hat sich laut Saal sehr positiv entwickelt.

Eishockey: Bis auf Simon Maier sind beim EC Peiting alle Spieler an Bord

Die Zusammenstellung der Reihen ist für den ECP-Trainer jedoch nicht in Stein gemeißelt. „Wenn man neue Reize setzen will oder wenn es Ausfälle gibt, muss man immer mal was ändern“, meint Saal, was angesichts der Erfolgsserie und der kurzen Verletztenliste – aktuell fällt nur Simon Maier wegen einer Muskelverletzung bis zum Jahresende aus – nicht der Fall ist. „Mit dem Selbstvertrauen von sechs Siegen in Folge hätten wir gerne weitergespielt“, sagt Saal, dem die Pause gar nicht so gelegen kam. Andererseits hat sie aber auch gut getan, einige Spieler konnten kleinere Wehwehchen auskurieren.

Von einer komplett trainingsfreien Woche haben die Peitinger indessen abgesehen. Das vergangene Wochenende war frei, am Montag ging „es wieder richtig los“, so Saal Mit dem Heimspiel an diesem Freitag gegen Passau nimmt der ECP den Spielbetrieb wieder auf.

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