Die Eishockey-Landkarte: So könnte sich die Oberliga Süd in der kommenden Saison zusammensetzen. 
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Die Eishockey-Landkarte: So könnte sich die Oberliga Süd in der kommenden Saison zusammensetzen. 

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Weiteres Derby für den EC Peiting? 13 Teams haben Lizenz für Oberliga Süd beantragt

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
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  • Roland Halmel
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Die Fans des EC Peiting dürfen sich wohl auf ein weiteres Derby im Spielkalender freuen. Denn 13 Teams haben die Lizenz für die Oberliga Süd beantragt.

Peiting – Fristgerecht bis zum 31. Mai hat der EC Peiting seine Lizenzunterlagen für die kommende Oberliga-Saison eingereicht. „Wir hatten damit noch nie Probleme“, sagt ECP-Geschäftsführer Peter Gast. Die Vergabe der Lizenz sei reine Formsache. In zwei bis drei Wochen – nachdem die Unterlagen aller Antragsteller rechtsanwaltlich geprüft worden sind – stehe fest, wer kommende Saison in der Eishockey-Oberliga Süd antreten wird. Die Fans des EC Peiting dürfen sich dann wohl auf ein weiteres Derby freuen.

Denn der HC Landsberg ist eines von insgesamt 13 Teams, die die Lizenzunterlagen für die Oberliga Süd eingereicht haben. Die „Riverrats“ sind nicht der einzige Bayernligist, der den Aufstieg wagt. Denn auch die „Black Hawks“ vom EHF Passau möchten kommende Saison Oberliga spielen. Nachdem sich Sonthofen für einen Neustart in die Bezirksliga verabschiedet hatte, war die Süd-Staffel auf elf Mannschaften geschrumpft. Die beiden Bayernligisten füllen das Feld nun auf.

Bayernliga startet demnach mit 15 Teams

Gerne hätten die Verantwortlichen der Liga noch eine 14. Mannschaft begrüßt. Doch der TEV Miesbach legt den Fokus auf die Stadionsanierung und zieht es daher vor, in der Bayernliga zu bleiben. „Für uns kommt der Aufstieg zu früh, nicht zuletzt, weil uns noch das sportliche Desaster der Oberliga-Saison 2017/18 im Hinterkopf steckt“, sagt Stefan Moser, zweiter Vorsitzender des TEV. „Die Gründe der Miesbacher sind vollkommen verständlich“, sagt Gast. „Es ist immer schwierig, wenn der Verein Eigentümer der Eishalle ist.“

Damit wird die Bayernliga kommende Saison wohl aus 15 Mannschaften bestehen. Beide Ligen weisen also eine ungerade Zahl an Mannschaften auf. Das bedeutet, dass pro Spieltag ein Team aussetzen muss. „Ungünstig“ nennt Gast das. Man könne sich aber nun mal nicht alles aussuchen. Damit die Vereine trotzdem auf eine bestimmte Anzahl von Spielen kommen, wird es nach der einfachen Runde mit Hin- und Rückspiel eine Verzahnungsrunde zwischen Ober- und Bayernliga geben. „Das war der Wunsch der beiden Aufsteiger“, berichtet der ECP-Geschäftsführer. Neben den zusätzlichen Spielen, die zusätzliche Einnahmen bedeuten, ist es für die Teams auch ein Ausweg, „falls etwas schiefgeht, nicht wieder ganz unten anfangen zu müssen“.

Oberliga Nord in schwieriger Situation

Ein finanzielles Risiko sieht Gast für die beiden Aufsteiger nicht. „Füssen hat vergangene Saison vorgemacht, wie es geht“, sagt er und rechnet auch damit, dass die Mannschaften sportlich konkurrenzfähig sein werden. Viel mehr freut sich der Peitinger aber auf ein weiteres Derby im Spielkalender. „Landsberg hat bei Heimspielen im Schnitt 900 bis 1000 Zuschauer“, schwärmt Gast. Er ist glücklich, wie die Oberliga Süd kommende Saison aufgestellt sein wird.

Anders sieht die Lage im Norden aus. Mit den Füchsen Duisburg und den ESC Moskitos Essen haben sich zwei Traditionsklubs aus der Nord-Staffel zurückgezogen. Beide werden in der Regionalliga West antreten. Für den Sprung in eine höhere Liga haben dagegen die Regionalligisten EG Diez-Limburg, Herforder EV und Hammer Eisbären die entsprechenden Unterlagen eingereicht. Sollten sie die Zulassung erhalten, wird also auch die Oberliga Nord aus 13 Mannschaften bestehen.

Corona-Krise traf manche Vereine hart

Die Corona-Krise hat manche Eishockey-Vereine hart getroffen. 35 000 Euro fehlen beispielsweise dem SC Riessersee aufgrund der abgebrochenen Saison. Wie es für den EC Peiting aussieht, könne Gast derzeit schlecht sagen. „Das wird sich erst im Lauf der nächsten Wochen zeigen“, sagt er. Der Geschäftsführer ist aber optimistisch, dass der Finanzabschluss nicht schlecht ausfallen wird. Denn mit den Play-offs wird in Peiting nicht kalkuliert.

Gast beobachtet aber auch, dass die Bedeutung junger deutscher Spieler in Folge der Corona-Pandemie für die Vereine größer geworden ist. Das ist ganz im Sinne des Peitingers. „Die Oberliga soll eine Ausbildungsliga sein“, sagt er. „Ein paar Erfahrene braucht man aber, damit die Jungen sich etwas abschauen können.“ Als Starttermin für die Oberliga steht derzeit der 16. Oktober im Raum. „Es ist aber noch nichts entschieden“, betont Gast.

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