Da war wieder alles offen: Die Peitinger bejubeln den Treffer zum 4:4 von Daniel Reichert (ganz links).
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Da war wieder alles offen: Die Peitinger bejubeln den Treffer zum 4:4 von Daniel Reichert (ganz links).

Eishockey Oberliga

Mit Schwung zurück aus der Quarantäne: EC Peiting holt mehrfach Rückstand auf

  • vonKatrin Kleinschmidt
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Gerade aus der Quarantäne heraus stehen die Eishockeyspieler des EC Peiting schon wieder auf dem Eis. Gegen die Selber Wölfe mussten sie in die Verlängerung.

Peiting – Er ist zurück auf dem Eis, zurück im Punktspielbetrieb, aber noch nicht zurück in der Erfolgsspur. Der EC Peiting verlor am Sonntag in der Eishockey-Oberliga gegen die Selber Wölfe 4:5 nach Verlängerung. Trotzdem macht der Auftritt Hoffnung. Zwei Wochen Quarantäne scheinen das Team nicht allzu sehr zurückgeworfen zu haben. Es bewies Ausdauer und holte gleich mehrfach einen Rückstand auf.

Dabei fehlten dem ECP sogar einige Spieler. Darunter ist der verletzte Torhüter Andreas Magg. Doch selbst, wenn er wieder fit ist, gehört er wie unter anderem Tim Rohrbach und Dominic Krabbat zu jenen Peitingern, deren Arbeitgeber das Eishockeyspielen derzeit nicht zulässt – aufgrund der Gefahr, sich mit dem Coronavirus anzustecken oder erneut in Quarantäne zu müssen. Sebastian Buchwieser musste die Reihen im Vergleich zu den ersten drei Partien also umstellen. Peitings Coach ist da ohnehin flexibel – das bewies er bereits in der vergangenen Saison, in der es ständig verletzungsbedingte Ausfälle gab.

Für Peiting die vierte Partie, für Selb schon die achte

Doch so verrückt wie die aktuelle Spielzeit war selbst die letzte nicht. Für Peiting war die Partie gegen Selb erst die vierte seit Saisonbeginn. Selb hingegen lief nun schon acht Mal auf. Kein Wunder, dass die Gäste besser ins Spiel kamen und nach knapp fünf Minuten in Führung gingen. Peiting hatte da Marius Möchel ganz allein vor dem Tor stehen lassen, der ohne Problem den Puck versenkte. Nur drei Minuten später beendete Nicholas Miglio einen starken Alleingang über rechts mit dem 2:0. Doch Peiting wurde zunehmend besser. Martin Mazanec scheiterte von der Blauen Linie noch an Selbs Goalie Michel Weidekamp. Den Abpraller aber netzte Martin Hlozek zum Anschlusstreffer ein.

Nach der Pause war das Duell ausgeglichener. Als beide Teams mit nur vier Spielern antreten mussten – jede Mannschaft hatte eine Zwei-Minuten-Strafe abzusitzen – konnten die „Wölfe“ den Platz besser nutzen. Dennis Schiener beförderte den Puck mit der Rückhand zum 3:1 für Selb in die Maschen. Nicht einmal fünf Minuten später aber war der Vorsprung der Gäste dahin. Erst ließ Thomas Heger drei Gegenspieler stehen und schoss ein, dann chippte Lukas Gohlke einen Querpass von Dennis Neal ins Tor – schon war die Partie wieder offen. Doch Selb verpasste den Peitingern eine Sekunde vor der Pause einen erneuten Rückschlag. Aus spitzem Winkel gelang Felix Linden im Powerplay die 4:3-Führung.

Auch ins letzte Drittel geht‘s mit Rückstand

Und so begann auch das letzte Drittel für den ECP mit einem Rückstand. Aber die Gastgeber bewiesen, dass ihnen trotz zwei Wochen Quarantäne auch zum Ende der Partie nicht die Luft ausgeht. Daniel Reichert schoss in der 43. Minuten durch vier Spieler hindurch den 4:4-Ausgleich. So sehr sich beide Teams bemühten – in der regulären Zeit fiel kein weiterer Treffer. Dabei hatte Hlozek sogar den Sieg auf dem Schläger. Doch er scheiterte allein vorm Goalie – zum zweiten Mal in dieser Partie.

Also mussten die Teams in die Verlängerung. Und die war schnell beendet. Nach nur 22 Sekunden bekam Florian Ondruschka den Puck. Er hatte viel Platz, viel Zeit, viel Gefühl – und die nötige Zielsicherheit. 5:4. Die Partie war entschieden.

Statistik

EC Peiting 4
Selber Wölfe n.V. 5
(1:2, 2:2, 1:0, 0:1)
1. Drittel: 0:1 (4:57) Möchel (Miglio/Linden), 0:2 (8:00) Miglio (Linden/Gare), 1:2 (10:29) Hlozek (Mazanec/Nagtzaam). 2. Drittel: 1:3 (30:00) Schiener (Hammerbauer/Slavetinsky/4-4), 2:3 (33:36) Heger (Hlozek/Winkler), 3:3 (34:28) Gohlke (Neal/Söll), 3:4 (39:59) Linden (Snetsinger/Slavetinsky/5-4). 3. Drittel: 4:4 (43:10) Reichert (Mazanec/Gohlke/5-4). Overtime: 4:5 (60:22) Ondruschka (Snetsinger/Verelst). Strafminuten: ECP 12 – Selb 6. Zuschauer: keine.

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