Foto von einem leeren Peitinger Eisstadion.
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Gähnende Leere: So wird es am kommenden Freitag im Peitinger Eisstadion ausschauen. Das Heimspiel gegen Weiden wurde ebenso abgesagt wie das Gastspiel in Deggendorf zwei Tage später.

EISHOCKEY: Oberliga Süd

EC Peiting: Zwangspause bis mindestens 9. März

  • Roland Halmel
    vonRoland Halmel
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Mit Liga-Spielen wird es für den EC Peiting fürs Erste nichts. Mehrere positive Ergebnisse bei Corona-Tests sorgen für eine Zwangspause. Die betroffenen Spieler zeigen leichte Symptome.

Peiting – Sieben Partien hätte der EC Peiting in den noch verbleibenden zwei Wochen in der Hauptrunde der Oberliga Süd noch bestreiten müssen. Eine Corona-Zwangspause beim ECP – in dieser Saison mittlerweile schon die dritte – verhinderte jetzt aber dieses Vorhaben. Am vergangenen Freitag, kurz vor dem Auswärtsspiel in Landsberg, gab es erste Verdachtsfälle, die sich in der Zwischenzeit als Positivfälle herausgestellt haben. „Wir haben alle per PCR-Test getestet, da stehen noch ein paar Ergebnisse aus“, berichtet Gordon Borberg. Der Peitinger Teammanager kann den Umfang der Corona-Infektionen in der Mannschaft noch nicht abschätzen. „Wir haben noch keine endgültigen genauen Aussagen vom Gesundheitsamt, wie es weitergeht. Sicher ist aber, dass einige Spieler bis zum 9. März in Quarantäne sind“, ergänzt Borberg, der sich im ständigen Austausch mit der Behörde befindet und der zudem bemüht ist, sich einen Überblick zu verschaffen.

EC Peiting zum dritten Mal in einer Zwangspause

Inzwischen steht fest, dass die geplanten Spiele der Peitinger am kommenden Wochenende zu Hause gegen die Blue Devils Weiden (Freitag, 5. März) und beim Deggendorfer SC (Sonntag, 7. März) abgesagt sind. Ob der ECP dann eine Woche später gegen die Passau Black Hawks (Freitag, 12. März) aufs Eis zurückkehren kann, steht noch in den Sternen. „Die betroffenen Spieler dürfen erst nach einem ausführlichen Gesundheitscheck wieder spielen“, berichtet Borberg über die Vorsichtsmaßnahmen, die auch schon bei den vorangegangenen Corona-Fällen in der Mannschaft ergriffen worden waren. Warum es die Peitinger zum mittlerweile dritten Mal erwischt hat, kann sich der Teammanager nicht erklären: „Wir haben alle Hygienevorgaben genau eingehalten“, versichert Borberg.

Rückkehr aufs Eis erst nach ausführlichem Gesundheitscheck

Die aktuell betroffenen Spieler zeigen laut Borberg allesamt leichte Symptome. „Aber es ist nichts Tragisches“, so der Teammanager. Ihm ist durchaus bewusst, dass der EC Peiting bis zum Ende der Hauptrunde am 16. März nicht mehr alle seine vorgesehenen 36 Partien wird austragen können. „Wir versuchen natürlich, so viele Spiele wie möglich zu machen.“ Er ist aber froh, dass der ECP 80 Prozent seiner Spiele ausgetragen und damit die geforderte Quote von 75 Prozent erreicht hat. Dennoch hegt er die Hoffnung, dass die Mannschaft noch rechtzeitig vor dem Hauptrunden-Ende wieder in den Spielbetrieb einsteigen kann.

Die Chancen der Peitinger, sich in den dann noch verbleibenden zwei bis drei Spielen in der Tabelle noch zu verbessern und den direkten Einzug in die Play-offs zu schaffen, sind allerdings verschwindend klein. „Ich bin kein Rechengenie, aber wenn es noch möglich sein sollte, Platz sechs zu erreichen, werden wir alles versuchen“, stellt Borberg klar. Er räumt aber ein, dass sich die Planungen der aktuell siebtplatzierten Peitinger auf die Pre-Play-offs konzentrieren, die nicht wie in einer normalen Saison in einer „Best-of-three“-Serie, sondern nur in einem Hin- und Rückspiel entschieden werden. „Wir hoffen, dass bis dahin auch einige unser verletzten Spieler zurückkehren“, sagt Borberg, für den die neuerliche Zwangspause auch ein etwas Gutes hat. „Gegen Landsberg hätten uns aus dem normalen Kader elf Leute gefehlt.“ Zwar hätten einige junge Spieler die Chance gehabt, sich zu beweisen, dennoch sei das Ganze „natürlich auch eine Herausforderung“, so Borberg. Er versucht, mit dieser komplizierten Situation so professionell wie möglich umzugehen. „Die Saison ist alles andere als leicht, aber wenn die Corona-Fälle direkt vor den Playoffs aufgetreten wären, wäre alles noch viel schlimmer.“ Im schlimmsten Fall könnten die Play-offs, wie schon im vergangenen Jahr, komplett ausfallen. Dieses Szenario will sich Borberg aber gar nicht erst vorstellen: „Dann wäre alle Arbeit umsonst gewesen.“

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