1. Startseite
  2. Sport
  3. Eishockey
  4. EHC Klostersee

ERSC-Ultras sorgen für einstündige Verspätung

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Die Gästefans aus Amberg zündeten Bengalos und Rauchbomben. Erst mit einstündiger Verspätung wurde Eishockey gespielt.
Die Gästefans aus Amberg zündeten Bengalos und Rauchbomben. Erst mit einstündiger Verspätung wurde Eishockey gespielt. © sro

Erst mit einstündiger Verspätung konnte am Sonntag die Bayernliga-Aufstiegspartie in der Grafinger Scheune beginnen. Grund: die Gäste-Fans aus Amberg fackelten Bengalos und Rauchbomben ab. Die Polizei musste anrücken.

Grafing – Der EHC Klostersee behauptet die zwei Tage zuvor zurückeroberte Tabellenführung in der Bayernliga-Aufstiegsrunde. Mit dem 5:1 am Sonntagabend gegen die Wild Lions vom ERSC Amberg feierten die Grafinger ein weiteres Sechs-Punkte-Wochenende.

Ein lockeres Training und vor allem Regeneration war bei den Rot-Weißen angesagt nach dem sehr intensiven und kräfteraubenden Match am Freitagabend in Buchloe

Grafinger zeigen Moral und Biss

(4:3). „Das ist aufgrund der vielen Ausfälle richtig an die Substanz gegangen“, erinnert sich Trainer Dominik Quinlan an derartige Phasen aus seiner aktiven Zeit. „Wenn du solche Spiele dann gewinnst, steckst du das aber noch etwas besser weg.“

Die Hoffnung auf zumindest ein wenig Besserung an der Personalfront war schnell dahin. Mit Verteidiger Marinus Kritzenberger, der zuletzt schon angeschlagen und ohne Training auflief, brach eine weitere Stammkraft weg. Head-Coach Quinlan berief als Ersatz mit Tobias Hilger von der EHC-U20 kurzerhand den nächsten Debütanten.

Der 18 Jahre junge Defender musste auf seine erste Eiszeit bei den Senioren warten – wie alle anderen Aktiven auch. Eine Ultra-Gruppe der Gästefans hatte kurz vor dem Startbully eine Rauchbombe und Bengalos gezündet. In kurzer Zeit war die Eisfläche in eine dicke Nebelschicht eingehüllt. Dazu entschieden sich die Schiedsrichter wegen der beißenden Luft, den Beginn der Partie im Sinne der Spieler nach hinten zu verschieben. Mit knapp einstündiger Verspätung ging’s los. Der EHC drückte gleich mächtig auf’s Tempo. Jetzt „brannte“ es vor dem Gehäuse der Wild Lions. Zwei, drei gute Schuss-Versuche hatte Klostersee in den ersten zwei Minuten. Die beste Möglichkeit zur Führung vergab Bob Wren, der Gäste-Goalie Carsten Metz bereits ausmanövriert hatte, doch der Puck tänzelte nur die Linie des Amberger Tors entlang.

Auf dem Eis hat Klostersee das Amberger Feuer schnell gelöscht

Die 2:0-Führung im ersten Drittel besorgten Florian Gaschke nach idealem Zuspiel von Raphael Kaefer, der keine 48 Stunden nach dem Eingriff in der Zahnklinik München mit Vollvisier (und Schmerzen) spielte, und Vitus Gleixner per Bauerntrick, der nach einem Distanzschuss von Simon Roeder am schnellsten reagierte (4./13.).

Im zweiten Abschnitt glänzte Amberg vorwiegend mit undisziplinierten Aktionen. Der EHC konnte, das 3:0 durch Philipp Quinlan bei Fünf gegen Vier ausgenommen (24.), auch aus viel doppelter Überzahl kein Kapital schlagen. Durch war man mit dem Dreier-Pack gegen die konterstarken Wild Lions noch lange nicht. Nach dem Anschlusstor besorgte Felix Kaller das wichtige 4:1 gegen stärker aufkommende Gäste (31./39.). Mit Gleixners zweitem Einschuss in der 43. Minute war der EHC durch und wieder an der Tabellenspitze.  ele

Niedergerungen: Sebastian Sterr behielt die Oberhand.
Niedergerungen: Sebastian Sterr behielt die Oberhand. © sro

Auch interessant

Kommentare