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Kampf um die Meisterschaft: EHC Klostersee erzwingt nervenstark drittes Final-Spiel

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Nicht niederringen ließ sich der EHC. Marinus Kritzenberger und Kollegen erzwangen ein drittes Spiel.
Nicht niederringen ließ sich der EHC. Marinus Kritzenberger und Kollegen erzwangen ein drittes Spiel. © Foto: Stefan Rossmann

Serien-Ausgleich. Der EHC Klostersee stand am Sonntagabend in der Final-Serie „best of three“ beim TEV Miesbach nach der Heimniederlage bereits mit dem Rücken zur Wand. Mit einer bärenstarken Vorstellung und einem 6:2-Erfolg im Oberland holten die Grafinger ein drittes Spiel (Dienstag, 20 Uhr) nach Hause.

Grafing – „Wir brauchen sofort Tempo und hohe Intensität. Und müssen es möglichst vermeiden, in Rückstand zu geraten, denn das würde es gegen einen derart kompakten Gegner sofort noch einmal schwerer machen“, gab Trainer Dominik Quinlan die Richtung für die Rot-Weißen vor. Der EHC-Headcoach änderte die Zusammenstellung bei den drei Abwehrpaaren und tauschte die Mittelstürmer der Angriffsreihen eins und zwei.

Das brachte sofort frischen Wind in das Spiel der Klosterseer, die sich gleich Vorteile erarbeiteten und das Gastgeber-Team immer wieder in deren Zone festsetzen konnten. Aber auch ein sehr druckvoll und variabel gestaltetes Powerplay führte nicht zur erhofften Führung. Stattdessen die kalte Dusche: Die schon zwei Tage davor überragende TEV-Reihe um den Kanadier Patrick Asselin traf auf der Gegenseite nach einem durchdacht vorgetragenen Angriff und etwas Puckglück (11.).

Ein Wirkungstreffer, der Miesbach die notwendige Sicherheit gab und die Grafinger erst einmal einbremste. Schließlich wollte man sich keinesfalls noch ein weiteres Ding einfangen.

In der Schlussphase des ersten Drittels der verdiente Ausgleich. Simon Roeder fälschte einen Distanzschuss von Yannick Kischer unhaltbar in den Winkel ab (19.). Es folgte noch vor der Sirene eine dicke Grafinger Chance durch Gennaro Hördt.

Verpasstes holte der EHC sofort nach Wiederbeginn nach. Lynnden Pastachak und Nicolai Quinlan in Überzahl schossen innerhalb von 63 Sekunden einen 3:1-Vorsprung heraus (21./22.).

Jetzt hatten die TEVler zu schlucken und die Wende ging nicht spurlos an den Hausherren vorüber. Selbst bei Fünf-gegen-Vier, eine absolute Stärke der Miesbacher, brachten die Klosterseer immer wieder einen Schläger dazwischen und konnten klären, oder Torhüter Philipp Hähl war zur Stelle.

Die klaren Einschussmöglichkeiten gab’s gegenüber, doch da zeigte sich auch Anian Geratstorfer hochkonzentriert. Knapp zwei Minuten vor Ende des Mittelabschnitts passte sich der EHC nach vorne. Pastachak bediente Bob Wren, der auf Florian Engel quer weiterleitete und es stand nach dessen Direktabnahme 4:1. Beim TEV beklagte man sich, dass im Vorfeld ein harter Check nicht zu einer Strafzeit geführt hatte.

„Wir müssen in den noch 20 Minuten genauso weitermachen wie bisher“, sagte Florian Gaschke zur Pause am Mikrophon von Sprade-TV. Das klappte vor allem durch die weiterhin kompakte Defensivleistung und einem überragenden Hähl zwischen den EHC-Pfosten. Mit Engels nächstem Streich war der EHC durch (5:1/54.). Nach einem weiteren Tor des TEV setzte Nicolai Quinlan ins verlassene Gehäuse den Schlusspunkt.  ele

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