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EHC Klostersee: Verstärkte „Besuchszeit“ im Krankenlager

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Tor, Assist und eine Hüftprellung brachte Klostersee-Kanadier Lynnden Pastachak aus Lindau mit.
Tor, Assist und eine Hüftprellung brachte Klostersee-Kanadier Lynnden Pastachak aus Lindau mit. Foto: sro © sro

Nach dem Negativergebnis des EHC Klostersee am Sonntagabend bei den Lindau Islanders (2:6) werden sich beide Eishockey-Mannschaften wohl nur noch ein viertes mal in der Hauptrunde der Oberliga Süd in gut drei Wochen in der Wildbräu-Arena gegenüberstehen.

Grafing – Die bis zu sieben Duelle in den Playdowns um den Klassenerhalt werden die Grafinger aller Voraussicht nach gegen die Landsberg Riverkings bestreiten.

„Darauf läuft es wohl hinaus“, rechnet EHC-Trainer Dominik Quinlan mit einer Serie gegen die Lechstädter, auf die man nach dem spielfreien kommenden Freitag auswärts treffen wird (Sonntag, 18 Uhr). Das mit Blick auf die Playdowns bereits angezogene Trainingspensum hatten sich die Rot-Weißen offenbar im ersten Wochenend-Einsatz gegen den EC Peiting komplett aus den Beinen gelaufen. Beim Gastspiel am Bodensee war davon jedenfalls nichts zu bemerken. Die EHCler waren bis in die Schlussphase hinein ein zumindest gleichwertiger Gegner.

Dass der mit voller Kapelle agierende Gegner, bei dem überzählige Spieler sogar auf der Tribüne Platz nehmen mussten, nach lange Zeit ausgeglichener Partie noch entscheidend zulegen und drei Mal treffen konnte, lag eher an den wieder einmal arg ausgedünnten Klosterseer Reihen. So sah es auch Coach Quinlan: „Ich denke, wir haben mehr als zwei Drittel eine sehr ordentliche Leistung aufs Eis gebracht. Am Ende fehlte einfach die Kraft und auch die Erfahrung, um die Sache vielleicht auf unsere Seite zu ziehen.“ Die Niederlage sei deutlich höher ausgefallen, als der tatsächliche Spielverlauf war. Den erkrankten Philipp Quinlan mit eingerechnet, fehlten den Gästen zusammen mit den Langzeitverletzten Raphael Kaefer und Fabian Zick unter anderem die drei mit Abstand erfahrensten deutschen Stürmer.

Während des Spiels erwischt hat es den Kanadier Lynnden Pastachak (Hüfte), der den EHC mit einem von drei Alleingängen zwischenzeitlich mit 2:1 in Führung geschossen hatte, und Verteidiger Nicolai Quinlan, für den nach einem Stockschlag wegen eines angeschwollenen Ellbogens vorzeitig Schluss war. „Wir hoffen in allen Fällen, dass nichts Schlimmeres passiert ist“, betonte Quinlan.

Was der Headcoach auch auf den bereits in der Anfangsphase ausgeschiedenen Matthias Baumhackl bezog, der sich das Knie verdrehte. Zwei Tage davor im Heimspiel hatte sich der Angreifer umsonst umgezogen gehabt. Weil sein Name im Online-System des Deutschen Eishockeybundes (DEB) „geblockt“ war, konnte Baumhackl nicht im Spielberichtsbogen aufgeführt werden. Irrtümlicherweise aufgrund eines Systemfehlers, wie der Verband eingestand, als das Warmup bereits am Laufen gewesen war.

Aufstellungssorgen sind John Sicinski derzeit fremd, dennoch wirkte der Islanders-Trainer nach dem – trotz klaren Resultats – eher knappen Match angespannt: „Wir haben nach gutem Start völlig den Faden verloren und haben bis Mitte des zweiten Drittels viel zu schlampig gespielt.“ Zu viele Auf und Abs monierte er. „Gut war, dass wir am Ende doch einen Weg gefunden haben, zu gewinnen.“  ele

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