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So wertvoll sind die NHL-Stars für den EHC

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Gruppenbild mit Baby: Paul Stastny, Sam Loui und Blake Wheeler © Fischer

München - Am Wochenende sind Blake Wheeler und Paul Stastny planmäßig noch für den EHC RB München im Einsatz. Zum letzten Mal? Wir analysieren, wie wichtig die beiden NHL-Stars für den DEL-Klub sind.

Am Wochenende sind Blake Wheeler und Paul Stastny planmäßig noch für den EHC RB München im Einsatz. Zum letzten Mal? Ihr Vertrag läuft aus, ob sie bleiben, hängt auch von der Fortdauer des NHL-Arbeitskampfes ab – und davon, ob der EHC Sponsoren zur Weiterfinanzierung findet. Wir analysieren, wie wichtig Wheeler und Stastny für den EHC sind.

Angriffswirbel: Elf NHL-Stars sind in der DEL – die Scoringtabelle verrät die genauen Leistungswerte. Dort liegen die beiden Münchner nur im Mittelfeld. Aber: Rechnet man die Scorerpunkte mit den Einsätzen auf, sind nur die beiden Berliner Topstars Briere und Giroux besser sowie Jochen Hecht, der für Mannheim allerdings erst ein Spiel absolviert hat. Da aber der Münchner Sturm zu den zahmsten gehörte, machen Stastny und Wheeler hier den klarsten Unterschied.

Verstärkung: Manager Christian Winkler hatte das richtige Näschen und den Mut, trotz unsicherer Lockout-Dauer zuzuschlagen. Das half nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ: Auf dem Höhepunkt der Verletzungsseuche hätte der EHC ohne das NHL-Duo nicht mal drei Sturm-Reihen aufs Eis schicken können. Stattdessen war trotz Verletzungsmisere NHL-Zauber angesagt – und Punkte.

Play-off-Träume: Holte der EHC in den ersten 16 Spielen einen Punkt im Schnitt, waren es in den 12 Spielen mit Wheeler (und später Stastny) 22 Punkte. Vom Kellerkind zum Play-off-Anwärter. Das Geheimnis? Stastny meint: „Wir geben den Kollegen Selbstvertrauen.“ Doch sie tragen auch zur spielerischen Entwicklung bei: Dibelka und Kompon zum Beispiel verraten, dass sie sich die eine oder andere Bewegung abgeschaut haben.

Werbeerfolg: Ein Blick auf die Rücken der Fans zeigt: Es wheelert und stastnyt! Die Trikots der Nummern 27 und 11 sind Verkaufsschlager. Beim EHC trudeln Bestellungen aus aller Welt ein. „Die Nachfrage ist ungebrochen groß“, sagt Klubsprecher Emanuel Hugl. „Wir haben schon mehrmals nachbestellt.“

Fazit: Für den EHC war der Lockout bisher ein reiner Glücksfall. Sportlich und wirtschaftlich haben die Münchner dank der NHL-Stars aufgeholt – und sind dafür ziemlich billig rausgekommen. Angeblich zahle man nur ein Gehalt, das dem Duo in etwa die Versicherungskosten ausgleicht. „Teuer“ waren nur die beiden Ausländerlizenzen – die letzten für den EHC in dieser Saison. Doch nicht umsonst will Winkler „alles dafür tun“, dass Wheeler und Stastny bleiben können. Denn sie sind für den EHC Gold wert.

wim

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