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Sie machen Eishockey zum Heißhockey: die Münchner Fans.

Der EHC im Check

München - Englische Woche? Sagen wir doch gleich: englisches verlängertes Wochenende. Der EHC hat am Freitag in Düsseldorf gespielt (3:0-Hammer), am Sonntag Abend die Heimpartie gegen Wolfsburg – und schon am Dienstag müssen die Eishackler wieder ran!

 Um 19.30 Uhr steigt in der Olympia-Eishalle das Derby gegen Ingolstadt. Ein Haufen aktueller Stress, in dem man sich leicht verzetteln könnte – trotzdem lohnt sich’s, mal kurz in die Obendrüber-Perspektive zu gehen. Für einen ersten DEL-Formcheck nach vier Wochen Oberhaus:

Top: Manager Christian Winkler hat gut eingekauft. Stéphane Julien ist sofort ein echter Kapitän. Er führt die Mannschaft, gibt den jüngeren Spielern Tipps und hat dazu selbst noch eine tolle Torbilanz. Eric Schneider ist einer der besten Scorer der Liga. Und auch von den restlichen Neuzugängen hat Winkler einen „durchweg positiven Eindruck“.

Insgesamt hat der EHC den drittbesten Angriff der Liga, weil alle Sturmreihen treffen. Das beeindruckt mittlerweile auch die Gegner. Düsseldorf-Coach Jeff Tomlinson hatte schon vor dem Freitags-Spiel gesagt: „München hat schon sehr gute Ergebnisse erzielt…“ Danach holte er sich dann selber die Klatsche gegen den EHC ab. Das erste Saisonziel haben die Münchner also schon nach einem Monat erreicht: Anerkennung einheimsen.

Flop: Die Defensive wackelt. Im Schnitt hagelt es pro Spiel fast drei Gegentore. Das liegt vor allem an Unkonzentriertheiten und schwachem Spielaufbau. Dazu haben die Aufstiegshelden noch ein bisschen am DEL-Niveau zu knabbern. Das gilt besonders für Patrik Vogl und Kevin Lavallee, denen Trainer Cortina den heftigsten Schritt zumutet: Das Verteidiger-Duo muss gleich gegen die zweite Sturmreihe des Gegners aufs Eis. Doch die Trainer hatten ja einen Anpassungsmonat eingerechnet in den Saisonplan.

Co-Trainer Maurizio Mansi sagt: „Wir machen jede Woche Fortschritte – und das müssen wir auch, um auf der Welle des Erfolges zu bleiben.“ Rock: Auch wenn die Eishalle bisher immer nur zur Hälfte voll war – die Fans feiern ihren EHC mit ohrenbetäubenden Gesängen und einfallsreichen Choreografien. Dazu sehen sie energisches DEL-Eishockey.

Und wenn der EHC spielt, klingelt’s: Über sechs Tore fallen im Schnitt bei den Auftritten der Münchner. Bei den meisten Partien war bisher Mitfiebern bis zum Schluss angesagt. Die Münchner Eishockey-Freunde sind deshalb die größten Gewinner.

Martin Wimösterer

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