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Ein Miesbacher in Diensten der Berliner: Florian Busch

"Der EHC ist eine Bereicherung!"

Berlin - Der EHC München gastiert am Samstag in Berlin, und die O2-World ist seit Wochen ausverkauft. Eisbären-Stürmer Florian Busch, der Miesbacher in Diensten der Berliner, hält große Stücke auf die Münchner.

Das Berliner Eishockeypublikum ist verwöhnt: Die Eisbären holten 2005, 2006, 2008 und 2009 die Meisterschaft, da braucht es schon was, um die Fans zu begeistern. Zum Beispiel ein paar mehrfache Weltmeister und Olympiasieger, Stanleycup-Gewinner und allesamt lebende Legenden des russischen Eishockeys. Doch die Herren Mischkin, Kaminski, Kowalenko, Malchow und Gussarow sind nur als Appetithappen gedacht. Der Hauptgang ist eine frische Delikatesse: der EHC München!

Und die Truppe, die gerade erst die Hamburg Freezers mit 7:4 abgetaut hat, wollen sich die Berliner nicht entgehen lassen: Die O2-World ist mit 14 200 Zuschauern seit Wochen ausverkauft.

Eisbären-Stürmer Florian Busch wundert das nicht. Der Miesbacher in Diensten der Berliner hält große Stücke auf die Münchner. „Ich bin überrascht, wie gut sich München als Aufsteiger schlägt. Als Bayer freue ich mich natürlich darüber. Die Truppe ist eine Bereicherung für die DEL. Mit Martin Buchwieser, Felix Petermann, unserem Ex-Eisbären Sven Kramer sowie Patrick Vogl haben sie richtig gute deutsche Spieler“, sagt Busch. Aber dass die Münchner so gut drauf sind, ist für ihn und sein Team nicht die reine Freude, gibt er zu: „Sieben Tore gegen Hamburg – da heißt es für uns vorsichtig zu sein. Wir wollen die Münchner am Samstag trotzdem mit einer Niederlage nach Hause schicken. Da kann ich auch als Bayer auf München keine Rücksicht nehmen.“

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Die Berliner gehen also mit breitem Kreuz in die Partie – und wie schaut’s auf Münchner Seite aus? Genauso, glaubt Harald Birk, Sky-Experte und EHC-Berater: „Die beiden Siege gegen Ingolstadt und Hamburg waren sehr wichtig. Noch entscheidender ist aber, dass die Mannschaft jetzt gegen Berlin und Iserlohn antreten kann und den Kopf frei hat. Und dann spielst du automatisch einen Tick besser.“

Darauf hofft auch EHC-Trainer Pat Cortina, der trotz der tollen Leistung gegen Hamburg noch ein paar Verbesserungsvorschläge hat: „Gegen Hamburg haben wir clever und mit Leidenschaft gespielt. Allerdings ist dies nur auf die Offensive bezogen. Wenn wir schaffen, dass dies auch im Abwehrbereich funktioniert, dann bin ich zufrieden.“

Da ist EHC-Präsident Bochanski schon einen Schritt weiter. „Das ist alles eine Sensation“, sagt er nach dem Hamburg-Sieg immer wieder. Hoffentlich legen seine Jungs nach.

Manfred Hönel, Patrick Malberg

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