1. Startseite
  2. Sport
  3. Eishockey
  4. EHC München

Derby-Wahnsinn: EHC verliert trotz Aufholjagd in Augsburg

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Florian weiß

Kommentare

Augsburgs Mark Cundari (l.) attackiert EHC-Torschütze Brooks Macek.
Augsburgs Mark Cundari (l.) attackiert EHC-Torschütze Brooks Macek. © GEPA Pictures

München - Der EHC Red Bull München zeigte im Derby bei den Augsburger Panthern eine beeindruckende Moral - und wurde dennoch nicht belohnt. Am Ende unterlag der Meister nach Verlängerung durch einen Penalty.

Derby-Wahnsinn in Augsburg – mit einem bitteren Ende für den EHC Red Bull München. Mit 5:6 (2:1, 0:2, 3:2, 0:1) nach Verlängerung unterlag der Meister den Panthern. Dabei hatte der EHC sogar einen Drei-Tore-Rückstand aufgeholt. Der Trostpreis: Die Red Bulls bauten die Tabellenführung dennoch von drei auf vier Punkte aus.

Die 6.139 Zuschauer im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion sahen in den ersten Minuten einen dominierenden Meister. Es wurde ein heißes und intensives Derby, das kurz vor der Drittelpause mit drei Treffern innerhalb von 74 Sekunden einen vorläufigen Höhepunkt hatte. Zunächst fälschte Jaffray einen Schuss von Yannic Seidenberg zur Münchner Führung ab, nur 19 Sekunden später erzielte Steffen Tölzer den Ausgleich (jeweils 18.). In Unterzahl schoss Brooks Macek den EHC erneut in Front (19.) – auch wenn das Tor hätte nicht fallen dürfen, Matt Smaby hätte wenige Sekunden zuvor eine Strafe erhalten müssen.

So temporeich das erste Drittel geendet hatte, so taktisch geprägt war zunächst der Mittelabschnitt. Je länger das Derby allerdings dauerte, desto selbstbewusster agierte der AEV. Die logische Folge: Justin Shugg traf zunächst in Überzahl zum 2:2-Ausgleich für Augsburg (30.), zweieinhalb Minuten später überwand Gabe Guentzel EHC-Keeper David Leggio und drehte die Partie auf 3:2 für die Gastgeber. Kurz vor der zweiten Pause hatten die Red Bulls sogar noch Glück, dass erneut Shugg die Scheibe nur an die Latte zimmerte.

Das machte er dann in der 46. Minute besser, erzielte das 4:2. Und mit dem 5:2 durch Benjamin Hanowski (51.) schien das Spiel bereits entschieden. Doch das überraschende 3:5 durch Daryl Boyle (54.) rüttelte München wach und in einer bärenstärken Schlussphase stellten Derek Joslin (57.) und Jason Jaffray via Bauerntrick (58.) tatsächlich noch auf 5:5. Es ging doch noch in die Overtime. Und als alles nach einem Penaltyschießen aussah, gab es 20 Sekunden vor dem Ende Penalty für Augsburg, den Shugg zum Panther-Sieg verwandelte.

Das nächste Spiel steht für den EHC am kommenden Freitag an, dann reist der Meister zur Düsseldorfer EG.

Florian Weiß

Auch interessant

Kommentare