Maximilian Kastner, Patrick Hager, Konrad Abeltshauser und Anna Seidel (v.l.) duellierten sich auf dem Eis.
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Maximilian Kastner, Patrick Hager, Konrad Abeltshauser und Anna Seidel (v.l.) duellierten sich auf dem Eis.
ICE HOCKEY - Battle on the Ice
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Start frei für das „Battle on the Ice“!
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Maxi Kastner im direkten Kampf in der Kurve gegen Anna Seidel.
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Volle Konzentration in der Kurve.
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Die vier Kontrahenten hatten sichtlich Spaß.
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Die vier Kontrahenten hatten sichtlich Spaß.

Abeltshauser landete auf dem Hosenboden

Wer ist schneller: Die EHC-Cracks oder Short-Track-Star Seidel?

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Der Eishockey-Meister im „Battle on the Ice“ gegen den Short-Track-Star Anna Seidel - wer ist schneller? Das sollte am Montag im Olympia-Eisstadion herausgefunden werden.

Auf der einen Seite Anna Seidel (1,66 Meter, 43 Kilogramm) aus Dresden, auf der anderen die bayerischen Mannsbilder Konrad Abeltshauser (1,95m, 96kg), Patrick Hager (1,78m, 80kg) und Maxi Kastner (1,80m, 80kg). Es gibt wohl nicht viele sportliche Wettkämpfe, die nicht deutlich zugunsten der Cracks des EHC Red Bull München ausgehen würden. Kurioserweise gehört ausgerechnet das Schlittschuhlaufen dazu! Denn Seidel ist die deutsche Shorttrack-Queen und lehrte den Eishockeyprofis am Montag im rund 112 Meter langen Oval, in dem sie sich auf Geheiß ihres Brause-Sponsors in drei Disziplinen duellierten, das Fürchten.

Nach dem Trash-Talk von Abeltshauser („Wir haben schon Kleinere geschlagen“) und Hager („Ich schaffe es auch ohne Stock, sie von den Füßen zu holen.“) zu Beginn, entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch. Beim Sprint über eine Runde sicherte sich Kastner die Spitzenposition in der ersten Kurve, 50 Meter später zog Seidel, mit leichtem, aber legitimen Körperkontakt vorbei und schob ihre Kufe knapp als Erste über die Ziellinie – 1:0.

In der Staffel hielten die EHCler gut mit, bis Abeltshauser auf dem Hosenboden landete – 2:0. „Wenn man mit viel Geschwindigkeit in die Kurve geht, sind unsere Kufen zu kurz, plötzlich war der Kontakt weg“, resümierte der Tölzer auf tz-Nachfrage. Während die Eishackler kürzere und vorne abgerundete Kufen (rund 26-30 Zentimeter) haben, sind Seidels Stahlschienen 50 Zentimeter lang, leicht gebogen und enden vorne abrupt.

Von der Ehre gepackt, sicherte sich das Trio in der abschließenden Verfolgung – Seidel hatte dreieinhalb Runden Zeit, den schwächsten Mann einzuholen – hauchdünn den Ehrenpunkt – 2:1. „Ich habe schon vermutet, dass ich ohne meinen Schläger aufgeschmissen bin“, gestand Hager im Anschluss mit einem Grinsen. Mannschaftsinterne Wetten soll es nicht gegeben haben. „Aber es wird sicher nicht unter den Tisch gekehrt“, vermutete Abeltshauser.

Zur männlichen Rettung sei erwähnt: Hätte Seidel mit Eishockey-Schuhen antreten müssen, wäre es wohl anders ausgegangen. „Meist falle ich erst mal vorne über, wegen der runden Kufen“, sagte die 19-Jährige. Auch wenn sich die Jungs ärgerten, ein Wiedersehen ist erwünscht – im Februar in Pyeongchang bei den Olympischen Spielen. Seidel ist qualifiziert, Kastner & Co. müssen auf den Anruf von Bundestrainer Marco Sturm hoffen.

Mathias Müller

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