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EHC-Coach Pat Cortina

Pfiffe nach schwachem Heimspiel

Bittere EHC-Pleite gegen Hannover Scorpions

München - Auweh, EHC RB München! Gegen die Hannover Scorpions setzte es am Freitagabend eine bittere Heimpleite. 0:1 hieß es nach einem nervösen Spiel am Ende.

So rücken die Playoffplätze langsam aber sicher in die Ferne… Coach Pat Cortina meinte enttäuscht: „Dieses Spiel hätten wir eigentlich nicht verlieren dürfen…“ Auch die Münchner Fans waren deutlich angefressen. Besonders am Schluss der Partie ertönten Pfiffe in der Olympia-Eissporthalle – das hatte es bisher nicht oft gegeben,

Jochen Reimer kam noch nicht zum Einsatz. Schade für ihn, denn auf der Gegenseite stand Dimitri Pätzold im Tor, ein Rivale um Kampf um einen Platz im deutschen WM-Kader. Doch so richtig trainiert hatte Torwart-Ass Reimer nach seiner hartnäckigen Erkältung erst am Donnerstag. Er saß mit seiner weiß-blauen Strickmütze auf der Bank und sah zu, was Lukas Steinhauer, sein Vertreter zeigte: Im ersten Drittel bekam Steinhauer nicht viel zu tun, der EHC war im recht ereignisarmen Abschnitt die etwas bessere Mannschaft. Allerdings nutzten die Münchner selbst eine doppelte Überzahl nicht zum Führungstreffer.

Auch das zweite Drittel blieb eine Nullnummer. Während Mitte des zweiten Abschnitts Hannover ein paar Mal Schüsschen aufs EHC-Tor brachte, war der EHC gegen Drittelende wieder gefährlicher. Die beste Chance erspielte sich Martin Hinterstocker, der aber am kurzen Pfosten an Pätzold scheiterte. Ansonsten: Wenig Kreatives, hier wie da. Coach Pat Cortina meinte nach dem Spiel: „Die Defensive war gut. Die Bereitschaft ist auch da, aber wir schaffen es nicht, Tore zu erzielen.“

Meint man es nett mit der Partie, schiebt man es der Tabellensituation zu, dass vor allem Hannover ohne das letzte Risiko vermissen ließ. Der EHC als Zwölfter durfte sich keinen Patzer erlauben, Hannover als Achter wäre wohl auch ein Pünktchen schon recht.

Nach 45 Spielminuten war es mit der Taktiererei aus Münchner Sicht dann aber vorbei: David Sulkovsky hatte Hannover in Führung gebracht. Doch statt dem Gegenangriff saß der Schock erstmal tief – Hannover blieb am Drücker. Erst zehn Minuten später kam der EHC wieder auf und beschäftigte Pätzold, der die Scheibe auch schon mal abprallen ließ.

Auch die Schlussoffensive brachte nichts mehr ein: Es blieb beim Hannoveraner Sieg, der durch einen Lattentreffer nach einem Konter noch höher ausfallen hätte können. Einige Fans pfiffen, andere versuchten die Mannschaft mit Klatschen zum Weiterkämpfen zu animieren.

Martin Wimösterer

"Pat" steht NICHT für "Patrick"! Cortina im Mini -Porträt

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