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Kommt ein Ex-Löwe für Kriner?

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Thomas Kriner war Operation Manager beim EHC München © sampics

München - Die Gründe für die Trennung des EHC München von Operation Manager Thomas Kriner bleiben schleierhaft. Die Nachfolge ist noch nicht geklärt. Ein Ex-Löwe wäre naheliegend.

Ab Dienstag werden 500 neue Plakate in der Stadt hängen.

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Werbeplakate des EHC München. „Wir haben einiges voran gebracht in den letzten Tagen“, sagt Jürgen Bochanski. Der ehrenamtliche Geschäftsführer des EHC war im vergangenen Jahr eher selten auf der Geschäftsstelle anzutreffen, er leitet ja hauptberuflich eine Assekuranz. In den vergangenen zehn Tagen war er Dauergast, alarmiert von erzürnten Fans. Bochanski: „Das Zuschauerthema ist ein großes Thema für uns. Der Fokus liegt auf den Kunden. Es musste sich etwas tun.“

Am 30. September traf der Klub die Entscheidung, dass man sich von Thomas Kriner trennt. Er war für das operative Geschäft zuständig, also im weitesten Sinne für Finanzen und Marketing. Telefonisch war Kriner am Montag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Bochanski schon, er sagt, „Herr Kriner hat viele Sachen gut gemacht und viele Ideen eingebracht. Dafür habe ich ihm die nötigen Freiräume zur Entfaltung gelassen.“

Andererseits habe der Klub nie soviel Zeit vor der Saison fürs Marketing gehabt. Zwar vermeldet der EHC Sponsoring-Einnahmen wie im Vorjahr, allerdings ist nach wie vor die Werbefläche auf der Brust der Trikots frei.

Apropos Leiberl: Eingefleischte Fans boykottierten die neuen, dunkelblauen und gelb-blauen Shirts. Der Verein rudert nun zurück und designt neue, die an den beliebten Vorbereitungstrikots angelehnt sein sollen. Einige der treuesten Fans beschweren sich schon seit längerem, dass der Verein viel Geld für Merchandising-Agenturen ausgibt, statt Fan-Ideen anzunehmen. Bochanski will nun „überprüfen, welche externen Berater bleiben und von welchen wir uns trennen.“

Klar ist, dass ein neuer Mann fürs operative Geschäft kommen wird. Der frühere Geschäftsführer der Sechzger vielleicht, Stefan Ziffzer? „Er ist ein guter Freund von mir“, sagt Bochanski. Allerdings verweist er auf Ziffzers Arbeitsstelle und zudem müsse alles stimmen, um mit Freunden geschäftlich erfolgreich zusammenzuarbeiten. Auch Marcel Porsche, der sich nun vorübergehend wieder um die Sponsorenbetreuung beim EHC kümmert, sei eher kein Kandidat.

Man wolle sich Zeit lassen, den richtigen Kandidaten zu wählen – aber irgendwie eilt es doch: Das Spiel in der Olympia­halle zum Jahresende hat der Verein am Freitag mit der Olympiapark GmbH fixiert, und das muss nun vorbereitet werden. „Das hat höchste Priorität“, betont Bochanski, „wir müssen sehen, dass wir die Halle voll bekommen.“ Das gilt auch für die regulären Spiele in der Eishalle, in der der EHC bislang ein Drittel unter dem im Budget anvisierten Schnitt von 3900 Zusehern liegt. „Es sind erst vier Heimspiele gespielt. Ich bin überzeugt, dass wir den Schnitt hinbekommen.“ Die Mannschaft, ist sich Bochanski sicher, werde „ab sofort“ das ihrige dafür tun.

wim

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