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Kein Durchkommen: Die „White Bulls“ um Jakob Mayenschein (l.) bleiben immer wieder an der Verteidigung der Adler um Goalie Dennis Endras (r.) hängen.

Keeper Aus den Birken angeschlagen vorzeitig vom Eis

"White Bulls" verlieren Spitzenspiel - EHC schon zehn Zähler hinter Mannheim

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Auch das zweite Duell vor heimischer Kulisse gegen Spitzenreiter Adler Mannheim innerhalb von nur zwei Wochen hat der EHC Red Bull München verloren. Der Rückstand wächst.

München - Der EHC Red Bull München hat das Spitzenspiel der DEL gegen die Adler Mannheim mit 1:3 (0:1, 1:1, 0:1) verloren. Die Hausherren, die an diesem Freitag in weißen Weihnachtstrikots als „White Bulls“ antraten, haben somit nun zehn Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter.

Beim ersten Aufeinandertreffen am Oberwiesenfeld vor rund zwei Wochen hatten die Fans in der gesamten Spielzeit keinen Treffer gesehen, es hatte das Penaltyschießen gebraucht - mit besserem Ende für die Adler. Am Freitag waren lediglich 3:03 Minuten notwendig, dann versenkte Phil Hungerecker vor 5550 Zuschauern die Scheibe zur Mannheimer Führung im Netz.

Voakes und Mayenschein vergeben Chancen für den EHC

„Wir wollen München früh unter Druck setzen“, sagte der Torschütze am TV-Mikrofon - das klappte zunächst bestens. Mark Voakes und Jakob Mayenschein (jeweils 16.) scheiterten am Pfosten und am bärenstarken Schlussmann Dennis Endras.

Unverändertes Bild im zweiten Abschnitt, der chancenarm begann. Benjamin Smith stellte in der 25. Minute auf 0:2 - ein Treffer aus heiterem Himmel. Erst jetzt wachten die Münchner richtig auf, mussten aber das vorzeitige Aus von Keeper Danny aus den Birken verkraften. Nach Rücksprache mit Co-Trainer Patrick Dallaire verließ er angeschlagen das Eis.

Reich muss für aus den Birken übernehmen

Sein Ersatzmann Kevin Reich hielt den EHC aber zugleich im Spiel, parierte im Eins-gegen-eins stark gegen Thomas Larkin. „Das hat mich wachgerüttelt“, sagte Reich. Den wichtigen Anschlusstreffer besorgte Yasin Ehliz mit seinem ersten „echten“ Treffer für die Red Bulls (34.) - das Mannheimer Bollwerk war somit nach insgesamt fast 100 Minuten wieder von einem Münchner geknackt worden.

In den letzten 20 Minuten bestimmten die Hausherren endgültig das Spielgeschehen, Endras aber gewann seine Duelle mit Frank Mauer (42.) und Andi Eder (47.). Der EHC überstand seinerseits noch zwei Strafzeiten, Trainer Don Jackson holte Reich in eigenem Powerplay dreieinhalb Minuten vor dem Ende vom Eis, setzte alles auf eine Karte - die Scheibe aber wollte nicht mehr ins Tor.

23 Sekunden vor dem Ende traf Andrew Desjardins zum 1:3-Endstand. Das letzte Spiel vor Heiligabend steht für den EHC am Sonntag in Bremerhaven an. Es folgt das Derby in Ingolstadt am 2. Weihnachtsfeiertag, das letzte Heimspiel 2019 steigt am Freitag gegen Berlin.

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