+
Ausgelassener Jubel: Die Spieler des EHC feierten nach der Schlusssirene und dem 4:1 über Krefeld die Tabellenführung

EHC feiert: Nach 4:1 Tabellenführer

München - Der EHC München hat am Freitagabend die Pinguine ordentlich zum Baden geschickt. Die Rede ist von den Krefeld Pinguins, die das nächste Team waren, das der Neuling in der DEL, ohne Punktgewinn nach Hause schickte. 

Endstand:4:1. Und: Der EHC ist Tabellenführer! Parallelen zur letztjährigen Meistersaison in der Bundesliga gefällig? Damals verlor die Mannschaft ihr erstes Heimspiel erst sechs Wochen nach Start der Punkterunde gegen die TowerStars aus Ravensburg.

„Das wird heuer ziemlich schwer, es ist eher unwahrscheinlich, weil DEL-Teams ein anderes Kaliber sind als der Durchschnitt in der Bundesliga“, so Harald Birk, Ex-Nationalspieler und Sky-Experte in der zweiten Drittelpause. Bis dahin führte der EHC München bereits mit 3:1, der ab Spielbeginn mächtig aufs Gas drückte. Schon in der 3. Minute schoss Jordan Webb das 1:0. Spätestens das beflügelte auch Jungstar Martin Buchwieser.

Um es vorweg zu nehmen: Es wurde sein Abend! Diesmal nicht andauernd in die vierte Reihe gesteckt sondern öfters Seite an Seite mit Altmeister Eric Schneider und Tormaschine Jordan Webb, fälschte er in Überzahl Schneiders Schuss zum 2:0 äußerst geschickt ab (18.). Nur 25 Sekunden später verkürzte Benedikt Schopper für die Gäste, beim abgefälschten Schuss hatte Joey Vollmer, der zum ersten Mal in dieser Saison im Kasten stand, keine Chance.

Im zweiten Drittel tat sich Krefeld besonders im Spielaufbau schwer, München griff früh an und gab den Pinguinen keine Luft zum Atmen. Dennoch wäre es fast ärgerlich geworden, hätte Joey Vollmer bei Münchner Überzahl nicht einen Alleingang von Boris Blank pariert. Dann wieder der 21-jährige Buchwieser: In Zusammenarbeit mit Eric Schneider legte er Jordan Webb dessen zweiten Treffer auf.

Experte Birk: „Bei Pat Cortina weiß man nie, wer mit wem in einer Reihe spielt. Der entscheidet das ganz nach seinen Eindrücken beim Training.“ Schwierigste Phase für die Gastgeber: Kurz nachdem Neville Rautert eine Großchance vergab (36.) musste man die letzten vier Minuten in Unterzahl überstehen – was zur Erleichterung der gut 2 600 Zuschauer gelang. Im letzten Durchgang geschah auf dem Eis (außer dem Empty- Net-Treffer von Stephane Julien vier Sekunden vor Schluss und in zweifacher Unterzahl) nicht mehr allzu viel. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch: Die kompletten letzten 20 Minuten feierten die Fans und Birk meinte nach dem Spiel: „Jetzt kannst du am Sonntag mal ganz relaxt mit sieben Punkten auf dem Konto in Hamburg antreten.“ PATRIK MALBERG

 Tore: 1:0 Webb, 2:0 Buchwieser, 2:1 Schopper, 3:1 Webb, 4:1 Julien. – Strafzeiten: EHC 16 plus Disziplinar Ready. – Krefeld 16.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

DEL: EHC baut Tabellenführung vor dem Topspiel aus
DEL: Sieben Spieltage vor Ende der Hauptrunde setzt sich der EHC in der Tabelle ab. Bereits am Dienstag empfängt EHC-Verfolger Mannheim die Münchner zum Topspiel.
DEL: EHC baut Tabellenführung vor dem Topspiel aus
Zum 1000. Mal: Vorhang auf für Yannic Seidenberg
Yannic Seidenberg, 36, erreicht als sechster Spieler der DEL-Geschichte die Marke von tausend Ligaspielen. Er ist einer, der fast alles erlebt hat. Mit dem EHC München …
Zum 1000. Mal: Vorhang auf für Yannic Seidenberg

Kommentare