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Die Profis mit ihrem Pokal.

"Sweep" gegen Grizzlys Wolfsburg

Da ist das Ding! EHC München ist Deutscher Meister

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Wolfsburg - Zum ersten Mal in der Geschichte ist der EHC Red Bull München deutscher Eishockey-Meister geworden. Schon im vierten Final-Spiel machten sie mit einem Sweep alles fix.

Update vom 3. Mai 2016: Nach den Playoffs in der DEL geht es direkt weiter mit dem mit schnellsten Mannschaftssport der Welt: Hier finden Sie den Spielplan zur Eishockey-WM 2016 als PDF, alle Termine und Ergebnisse.

Der Kapitän musste als Erstes dran glauben. Michi Wolf gab gerade ein TV-Interview, als er Opfer der ersten von vielen Bierduschen beim EHC RB München wurde. Denn die Red Bulls schrieben um 22.03 Uhr Geschichte, als der hart umkämpfte 5:3 (2:2, 1:1, 2:0)-Erfolg bei den Grizzlys Wolfsburg unter Dach und Fach war und damit die erste Meisterschaft in der Vereinsgeschichte. Und das mit einem glatten 4:0-Sweep in der Finalserie.

Einfach war es aber auch diesmal nicht. Wie von Grizzlys-Coach Pavel Gross angekündigt, hatte sein Team durchaus noch Feuer im Köcher. Die Teams führten die Partie rassig und mit hohem Tempo – was hier und da auch zu einigen kleinen Fehlern führte. Nach acht Minuten hatte David Leggio plötzlich das gesamte Wolfsburg gegen sich aufgebracht. Nicht nur, weil er gegen James Sharrow stark pariert hatte. Sein Schläger lag vor dem Slot – und plötzlich nahm er seine Maske ab und hatte offenbar Probleme mit dem Auge, diskutierte lange mit den Schiedsrichtern. Die Fans der Niedersachsen unterstelltem ihm Unsportlichkeit und honorierten das mit Pfiffen – was den Münchner Goalie nur noch mehr anzustacheln schien.

Grizzlys Wolfsburg vs. EHC Red Bull München: Drei Tore in 61 Sekunden

Und sein Team gleich mit. Toni Söderholm verwertete einen Querpass von Mads Christensen zum 1:0 (10.). Der Mann ist eben nicht nur defensiv eine sichere Bank, sondern hat auch seine Qualitäten in der Offensive – was er nun wieder unter Beweis stellte.

Dann plötzlich überschlugen sich die Ereignisse binnen 61 Sekunden: Mark Voakes glich nach einem Breakaway aus (17.), nur 40 Sekunden später ließ Michi Wolf im Powerplay die Antwort folgen (18.). Doch auch die Grizzlys hatten eine parat: Gerrit Fauser netzte zum 2:2 ein. Die Konzentration sank auf beiden Seiten.

Begünstigt durch eine Überzahl kurz nach Wiederbeginn nahmen die Wolfsburger ordentlich Schwung auf. Auch nach dem 2:3 durch denn völlig blanken Voakes (34.) drückten die Niedersachsen. Die Gäste bekamen aber immer wieder den Schläger dazwischen – und wenn es doch einmal brenzlig wurde, war Leggio zur Stelle.

München kämpfte sich zurück, wurde wieder dominanter und egalisierte durch Maxi Kastner, der den Puck ins kurze Eck beförderte (37.). Zweimal hatte Christensen die Möglichkeit, den EHC wieder in Front zu bringen. Doch einmal vertändelte er die Scheibe (37.), kurz darauf ging sein abgefälschter Schuss über das Tor.

Als die Red Bulls auch im Schlussabschnitt mit einem Mann weniger auf dem Eis zurechtkommen mussten, verhinderte Leggio vor allem gegen Fauser Schlimmeres. Im Fünf-gegen-Fünf setzten sie wieder ihr gewohntes Spiel durch. Keith Aucoin verwertete einen Rebound zum 4:3 (48.). Und dass Steve Pinizzotto nach seinem Tor zum 5:3 den Rest der Partie wegen ausgelassenen Jubelns vor der Wolfsburger Bank in der Kühlbox verbringen musste, dürfte er aufgrund der anschließenden Sause einfach mal hingenommen haben.

Hier gibt's den Ticker zum Nachlesen

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