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Eric Schneider präsentierte sich treffsicher.

Der EHC wie im Rausch!

Hannover - Eric Schneider hat den EHC München zum Sieg bei Meister Hannover geschossen. Wie macht der Aufsteiger das nur? Was die Gewinner sagen. 

„Wie ein Traum kommt es mir nicht vor, aber ich würde sagen, dass wir einen Traumstart hingelegt haben“, sagte Christian Winkler, Manager des DEL-Neulings EHC München, am Sonntagabend. Da hatte seine Mannschaft gerade dem amtierenden Deutschen Meister in Hannover bezwungen - 4:3 nach Verlängerung, Platz fünf in der Tabelle.

Schütze des entscheidenden Tores: Eric Schneider mit seinem zweiten Treffer. „Ich würde sagen, dass dies das erfolgreichste Wochenende der Vereinsgeschichte war“, so Winkler: „Wenn man am Freitag eine so talentierte und namhafte Mannschaft wie die Kölner Haie bezwingt und dann zwei Tage später mit Hannover noch den Deutschen Meister, dann ist das für einen Aufsteiger unglaublich toll.“ Überraschend auch deshalb, weil München auf Top-Stürmer Jordan Webb verzichten musste (Handgelenksverletzung) und Neuverpflichtung René Kramer erst vor kurzem zum Team stieß.

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Außerdem ist Stürmer David Wrigley noch nicht bei 100 Prozent Leistungsvermögen. „David wurden zwei Halswirbel zusammen geschweißt, das war keine leichte Operation. Und trotzdem hat wohl jeder in der Eishalle gesehen, wie er sich kurz vor Schluss in einen Schlagschuss der Kölner geworfen hat. Der hat keine Angst und das ist unglaublich wichtig“, war Trainer Pat Cortina bereits Freitagabend stolz auf Wrigleys Engagement. Keine Angst - weder bei Wrigley, noch in anderen Mannschaftsteilen. Weder vor  Gegnern, noch vor Verletzungen oder Niederlagen. So lässt sich das derzeitige Auftreten der Mannschaft beschreiben. Alle für einen, einer für alle. Und darum sagt Winkler: „Solche Verletzungsausfälle wie bei Wrigley oder jetzt bei Webb können wir nur durch das Kollektiv ausgleichen.“ Bis jetzt ging es gut, auch in Hannover. Dort präsentierte man sich - wie von Cortina bereits am Freitag nach dem Spiel gefordert - auch schon in den ersten Minuten auf Augenhöhe mit dem Gegner. Die Schlüsselmomente: Zum einen ging der EHC immer in Führung, zum anderen ließ man keinen Unterzahltreffer zu. Zum ersten Mal in dieser Saison gelang es dem Meister nicht, in Überzahl zum Torerfolg zu kommen. Winkler: „Wenn das Team weiterhin so kämpft, dann mache ich mir überhaupt keine Sorgen.“

Patrik Malberg

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