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Goldmedaille, Siegerzigarre und der der Pott: Konrad Abeltshauser genießt den Moment.

Red Bulls erneut Deutscher Meister

Party, relaxen, genießen - so feiert der EHC den Titel

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München - Der EHC Red Bull München als erstes Team aus der Landeshauptstadt seinen Titel verteidigen können und ist erneut Deutscher Meister. So feiert der alte und neue Champion.

Update vom 20. April 2017: Nach der Meisterschaftssause stellt sich die Frage: Wie geht es mit dem Kader weiter? Wir verraten, wie es mit Matt Smaby, Richie Regehr und Deron Quint weitergeht?

Um 17.28 Uhr war es offiziell: Der EHC Red Bull München hatte den Meistertitel der DEL verteidigt und sich selbst so das größte Ostergeschenk gemacht. Zum zweiten Mal durfte Kapitän Michael Wolf, der noch ein Jahr weiterspielen wird, den silbernen Meisterpokal in die Höhe stemmen – und das daheim, im seit Karfreitag ausverkauften Olympia-Eisstadion. Die letzten Münchner Champions, die hier gekrönt wurden, waren vor exakt 6198 Tagen die Barons. Jetzt wurde hier wieder Geschichte geschrieben. Am Ende schossen die Red Bulls die lange mutig kämpfenden Grizzlys Wolfsburg mit 4:0 (1:0, 1:0, 2:0) aus der Halle, Jon Matsumoto (19.), Jerome Flaake (25.) per Penalty, Derek Joslin (47.) und Playoff-Topscorer Brooks Macek (50.) ließen die Fans jubeln. Yannic Seidenberg wurde zudem zum wertvollsten Spieler der Finalserie gewählt.

„Ich denke, wir haben das sehr souverän über die Bühne gebracht“, meinte Torschütze Flaake, für den es die erste Meisterschaft war. Er erinnerte sich an das Vorjahr und seinen Wechsel zu den Red Bulls: „Das Ende der Hamburg Freezers, von einem Tag auf den anderen keinen Vertrag mehr zu haben und nun mit München den Titel feiern zu können - das ist unglaublich.“

„Es kommt mir immer noch so vor, als sei das Ganze ein Traum“

Für Konrad Abeltshauser war es der zweite Titel mit dem EHC – aber der erste, den er auf dem Eis miterleben durfte. 2016 war er verletzt ausgefallen. „Es ist unbeschreiblich“, sagte er. „Für mich geht heute ein Riesen-Traum in Erfüllung. Als kleiner Bua träumt man davon, die Meisterschaft zu gewinnen. Und dann klappt es plötzlich! Und das auch noch vor den eigenen Fans. Es kommt mir immer noch so vor, als sei das Ganze ein Traum.“ Und wie lautete der Plan für den Abend? „Jetzt werden wir mit unseren Familien und Fans feiern und dann schauen wir mal, wo es hin geht.“

Das wusste nämlich keiner so recht. Auch nicht der Meistertrainer Don Jackson, für den es der siebte DEL-Titel seiner Trainerlaufbahn war. „Ich versuche verzweifelt jemand zu finden, der mir sagt, wo ich hin muss“, lachte er. „Jetzt bin ich ein Mitläufer.“ Vom Eis ging es jedenfalls in die Kabine, von dort in die VIP-Lounge und dann, so war zu vernehmen, habe man noch „eine Option“. Wo, wurde nicht verraten – aber Flaake wusste zumindest schon, wie es werden würde: „Ich glaube, auf jeden Fall krass!“

Titel erfolgreich verteidigt - die Bilder des EHC-Triumphs

Meisterparty der Red Bulls steigt auf dem Nockherberg

Doch die spannendste Frage lautete wohl: Wo wird der EHC nach dem Verzicht auf den Rathausbalkon mit seinen Fans feiern? Die Antwort: Auf dem Nockherberg. Dort wird der alte und neue Titelträger mit seinen Anhängern am kommenden Samstag ab 15.00 Uhr die großartige Saison gebührend feiern und ausklingen lassen.

Das Motto der Meisterbullen für die kommenden fasste Jason Jaffray gekonnt zusammen: „Party, relaxen, Party und es mit unseren Fans genießen.“

Florian Weiß

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