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Joey Vollmer ist derzeit nur die Nummer 2

Joey Vollmer: So geht er mit seiner Rolle um

München - Fast jedes Spiel muss sich Joey Vollmer von draußen ansehen - doch er bleibt fair und ruhig. Der zweite EHC-Keeper wartet auf seine Chance.

Es ist die erste DEL-Saison für den EHC München, es ist wahrlich ein großes Unterfangen – und nach dem jetzigen Stand der Dinge darf festgehalten werden: Es läuft für fast alle Beteiligten besser als erwartet. Daran können auch die beiden Pleiten vom Wochenende gegen Iserlohn und Mannheim nichts ändern. Einer, der sich fast jedes Spiel von außerhalb der Eisfläche ansehen darf, beziehungsweise muss, ist Publikumsliebling und Torhüter Joey Vollmer. Manager Christian Winkler: „Sebastian ist die Nummer eins, daran gibt es nichts zu rütteln.“

Für Außenstehende vielleicht ein wenig verwunderlich, denn: Vor der Saison sagten Trainer und die sportliche Leitung, dass man sich extra für die Lösung mit den beiden letztjährigen Torhütern entschieden habe. Die Gründe: Ein teaminterner Konkurrenzkampf motiviert beide zu höchster Konzentration und besten Leistungen. Zudem bestünde bei abwechselnden Einsätzen die Möglichkeit zum Durchschnaufen. Und: Bei einem Ausfall eines der beiden Schlussmänner würde der andere nicht nach fünf Wochen Ersatzbank ins kalte Wasser geworfen.

Manager Christian Winkler sagte noch Anfang Dezember: „Fünf Wochen ohne ein Spiel ist für jeden Torhüter schwer.“ Doch jetzt, nach 42 Spielen zeichnet sich ein anderes Bild ab. Seit dem 28. November hütete Vollmer lediglich in zwei von 19 Spielen das Gehäuse. Winkler: „Es hat sich halt leistungstechnisch so entwickelt, dass Sebastian die Nase vorn hat.“

Die Trainer, allen voran Pat Cortina und Torwarttrainer Peppi Heiß, würden sich dennoch dauernd Gedanken darüber machen, welcher der beiden eingesetzt wird. „Es mag schon sein, dass Sebastian am Wochenende acht Treffer kassiert hat, aber am vorigen Wochenende hat er in den Spielen gegen Düsseldorf überragend gehalten.“ Und was sagt Vollmer? Der hält Ruhe: „Tja, der Elli hält gut, und der Trainer schenkt ihm das Vertrauen. Da kann ich nichts machen. Natürlich würde ich gerne spielen, weil ich fit bin.“

Er weiß aber auch, dass er mit markigen Parolen bei der Trainerriege auf Granit beißen würde. Und so bleibt ihm nur eines übrig: „Ich hänge mich total rein. Und ich werde meine Chance auch wieder bekommen.”

Patrik Malberg

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