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Dantelt jetzt Klopapier: Konni Abeltshauser.

EHC-Profi Abeltshauser im Interview

„Konni“ zu Corona: Video-Hit und Training auf dem Bauernhof

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Bad Heilbrunn - Klopapier statt Puck: Für ein Video auf Instagram tauscht EHC-Verteidiger Konrad Abeltshauser das Spielgerät. Wir haben mit ihm über den Gag gesprochen.

Wer in diesen Tagen Unterhaltung braucht, ist auf dem Instagram-Profil von Konrad Abeltshauser (www.instagram.com/konradabeltshauser) gut aufgehoben. Dort findet man eine Galerie vollgepackt mit den Schnapsideen des Eishockey-Profis aus Bad Heilbrunn. Mal rasiert er sich mit dem Schlittschuh den Bart, mal montiert er sich in die Uniform von König Ludwig II. Im neusten Video dantelt er von der Kloschüssel aus eine Rolle Klopapier durch die Wohnung. Sein Motto: „Ma ko mit’n Klopapier hackln, aber Ma ko si ned mitn Puck an A**** abwischen.“ Unser Portal hat mit dem dreifachen Deutschen Meister in Diensten von Red Bull München über seinen Gag gesprochen.

8000 Klicks in sechs Tagen – haben Sie erwartet, dass das Video so gut ankommt?

Gar nicht, das ist aus dem Schmarrn heraus geboren. Ich hab gesehen, dass ein Fußballer der Sechzger mit Klopapierrollen gedantelt hat, und hab’ gedacht: Es wäre witzig, auch so ein Video zu machen. Wo fängt man damit besser an, als direkt auf dem Klo. Mich freut’s, wenn alle darüber lachen. Dann hat es sich rentiert.

Wie viele Versuche haben Sie gebraucht?

Insgesamt vier. Bei den ersten zwei hatte ich kein Trikot an. Ich hab’ mir gedacht, mit Trikot wär’s schöner.

Und den Eimer haben Sie auch gleich getroffen?

Ja, der war ja groß genug.

Mit Klopapier fiel’s leichter als mit einem Puck, oder?

Ja, auf jeden Fall ist’s mit Klopapier leichter. Der Puck hat viele Kanten. Noch leichter geht’s mit einem Ball, Tennisball oder Inline-Ball.

Dantelt man als junger Eishockeyspieler genauso wie die Fußballer?

Als kloaner Bua im Nachwuchs haben wir das gemacht. Im Sommer haben wir das mit einer Holzkugel trainiert. Wer die am längsten oben halten konnte. Auf dem Eis lupf’ ich mit J.J. Peterka (John-Jason/Red.) die Scheibe ab und zu hin und her. Das ist um einiges schwieriger. Zum Spaß schauen wir, wer öfters der Depp ist, bei dem sie runterfällt.

Und, wen trifft’s häufiger?

Der J.J. hat ein feineres Händchen. Ich bin eher ein Grober. Ab und zu krieg ich’s aber hin.

Gibt’s noch mehr Video-Ideen?

Ein bissl was hab’ ich noch im Hintertürchen. Derzeit wohne ich bei den Eltern auf dem Bauernhof in Bad Heilbrunn. Dort gibt’s genug Platz und mehr Örtlichkeiten für Training. Da kann man kreativ werden. Mal schauen, ob ich ein lustiges Video drehe, was man auf einem Bauernhof alles trainieren kann.

Heißt: Es geht ohne Urlaub direkt weiter?

Genau, den haben wir verschoben. Wenn sich die Lage entspannt, machen wir eine Pause. Seit Montag stellen unsere Athletiktrainer ein Programm zusammen, das auf den Platz und die Möglichkeiten daheim abgestimmt ist. Ich hab viel Platz und genug Hantelstangen daheim, ich kann so ziemlich das gleiche Programm durchziehen wie sonst im Sommer.

Sind Sie Hamsterkäufer?

Das nicht. Auf dem Bauernhof hat man genug, wenn’s hart auf hart kommt. Klopapier ist noch da. Ansonsten gibt’s ein paar Mal mehr Reis als Nudeln zum Essen.

Ist Ihnen schon langweilig daheim?

Letze Woche war mir furchtbar langweilig. In München in der Wohnung kannst du nur mit dem Hund spazieren oder laufen gehen. Daheim krieg’ ich die Zeit gut voll. Wir haben viel Holz zum arbeiten, dazu den Trainingsplan für Vormittag und Nachmittag, Frau und Hund. Den Tag bringe ich gut rum.

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