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Mit Matt Stajan kommt ein NHL-Superstar nach München.

Nach 1003 NHL-Spielen jetzt DEL

Stajan kommt zum EHC: Ein Star mit trauriger Geschichte - emotionale Szene im Video

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Der neue EHC-Star Matt Stajan musste einen schweren Schicksalsschlag verkraften - glaubt aber sicher an eine Super-Saison für die Red Bulls.

München - Der EHC hat einen neuen Superstar! Nach 1003 NHL-Spielen schnürt Matt Stajan seine Schlittschuhe ab der kommenden Saison in München – und das Oberwiesenfeld kann sich nicht nur auf viel Erfahrung, sondern vor allem auf Torgefahr freuen: 146 Tore und 267 Assists konnte der Kanadier während seiner NHL-Stationen bei den Toronto Maple Leafs (2002 bis 2010) und den Calgary Flames (2010 bis 2018) verbuchen – Statistiken, die für sich sprechen. Die Aussichten, dass der Stürmer den zurückgetretenen EHC-Topscorer der vergangenen Saison, Keith Aucoin, ersetzen kann, stehen also gut. Stajan wird am kommenden Wochenende in München erwartet und erhält die Rückennummer 18. „Ich freue mich darauf, mit meiner Familie in München zu leben. Red Bull München ist eine großartige Organisation mit einer außergewöhnlich guten Mannschaft. Ich bin mir sicher, dass wir eine super Saison vor uns haben“, so der neue EHC-Star.

Der 34-Jährige war bei all seinen bisherigen Stationen Fanliebling – vor allem ein Moment hat sich bei US-amerikanischen Eishockeyfans eingebrannt. Es ist der 22. März 2014: Wie schon so oft läuft Stajan bei einem Penalty alleine auf den gegnerischen Goalie zu, wie schon so oft trifft er. Sein Jubel jedoch ist anders: Instinktiv zeigt er mit dem rechten Zeigefinger gen Himmel.

„Das war der denkwürdigste Moment meiner Karriere“

Es ist Gruß und Dank an Emerson, seinen Sohn, der knapp drei Wochen zuvor kurz nach der Geburt gestorben war. „Für meine Familie war es ein spezieller Moment, den wir für immer wertschätzen werden“, so Stajan. „Das war der denkwürdigste Moment meiner Karriere, nach all dem, was meiner Familie widerfahren ist.“ Als junger Spieler mache man sich vor allem Sorgen um sportliche Dinge. „Ich habe aber gemerkt: Es gibt Sachen, die viel, viel wichtiger sind“, so Stajan.

Die Aufs und Abs in seinem Leben hätten ihn zu einem besseren Menschen gemacht. Auch deshalb bewahren Matt und seine Frau Katie bis heute den Puck des Penalty-Tors vom 22. März 2014 auf – und zwar im Zimmer des Sohns, der 364 Tage nach Emersons Tod auf die Welt kam: Elliot, der ebenso wie sein im vergangenen Juli geborener Bruder Dylan mit zweitem Namen Emerson heißt. Beide werden ihren Vater Matt, den Ex-NHL-Star, künftig in der Münchner Eishalle anfeuern.

lk

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