Preispoker mit Robinson?

- München -­ Der großen Erfolgsserie beim EHC München ­ man gewann 14 von 15 Spielen ­ folgten in den vergangenen zwei Wochen vier Pleiten in fünf Spielen. Die letzte am Sonntag, als man im Derby gegen Regensburg hauchdünn mit 4:5 unterlag. Wer nun an Pfiffe nach der Schlusssirene denkt, liegt völlig falsch. "Die Liga ist derzeit so eng, dass jeder ­ vom zweiten bis zum letzten Tabellenplatz ­ jeden schlagen kann", sagt EHC-Trainer Pat Cortina.

Und dieses Geheimnis ist natürlich auch den Zuschauern bekannt. Warum die Münchner im interessantesten Heimspiel der Saison dann jedoch den Kürzeren zogen? Während in Kassel zu viele eigene Torchancen versiebt wurden, ließ das Team gegen Regensburg zu viele Gegentreffer zu. "Wir haben gut gespielt, als wir im Scheibenbesitz waren", so Cortina, "aber nicht gut, wenn wir verteidigen mussten." Besonders negativ fiel ihm das Defensivverhalten seiner Stürmer auf: "Es lag nicht nur an den Verteidigern, dass wir verloren haben, die Stürmer sind nicht richtig mit zurückgegangen", analysierte er die Niederlage.

Dreimal kam die Scheibe aus den Ecken oder von hinter dem Tor vor dasselbige ­ dreimal schlug es ein, weil die Gästestürmer zuviel Freiraum vor Harti Wild hatten. Doch der EHC kämpfte sich immer wieder zurück ins Spiel, nie war der Abstand größer als ein Treffer. Das Spiel stand dabei exemplarisch für die sehr ausgeglichene Liga. Den Tabellenneunten Dresden trennen nur fünf Punkte vom zweiten Tabellenplatz.

Die guten Auftritte der Cortina-Truppe ­ egal ob Sieg oder Niederlage ­ werden derzeit vom Münchner mit größerem Interesse verfolgt: Kamen gegen Essen über 1800 Zuschauer, waren es gegen Regensburg gut 2200. Wen diese nicht mehr sahen: EHC-Gründungsmitglied Sebastian Schwele wechselte vor dem Wochenende nach Kaufbeuren. Ausschlaggebend waren dabei die Unzufriedenheit Schweles mit seiner Situation sowie nicht gerade das beste Verhältnis zu Manager und Co-Trainer Christian Winkler.

Nicht bestätigt hingegen wurde von EHC-Ausländerbeauftragtem Harry Birk eine Meldung, wonach Top-Stürmer Brent Robinson in der nächsten Saison für den DEL-Club Frankfurt spielen wird. "Kompletter Quatsch. Das hat mir auch Frankfurts Manager versichert. Sein Agent will nur den Preis hochtreiben."

Laut Birk sei es kein Geheimnis, dass München alle fünf Kontingentspieler halten will. "Aber das ist halt immer eine Frage des Preises."

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