Problem: Beim Siegen verausgabt

- München -­ Es ist noch nicht besonders viel Zeit vergangen, seitdem der EHC München ein Null-Punkte-Wochenende erlebte. Nur fünf Tage lagen zwischen zwei Doppelpleiten. Einen solchen Horror hatte es zuletzt zum Ausklang des Oktobers gegeben. Damals war der Trainer Pat Cortina noch nicht lange im Amt, hatte gerade erst von Gary Prior übernommen.

In der Folgezeit gelang Cortina eine großartige Siegesserie. 15 von 16 Spielen wurden gewonnen, von Platz drei der Tabelle strahlte man über das deutsche Eishockeyland. Doch nun das: Aus den letzten sieben Spielen sprang gerade ein Sieg heraus - und der Verein schlittert schön langsam wieder in eine Krise -­ auch wenn Manager Christian Winkler sagt: "Wir waren immer nur Gast auf Platz drei. Ich habe das immer betont." Womit sich der Manager auch völlig richtig zitiert. Dennoch: Ein klares Zeichen für die Unsicherheit in der Führungsetage des EHC ist, dass derzeit alle Verhandlungen über Vertragsverlängerungen ausgesetzt sind -­ auch diejenigen mit Pat Cortina. Der musste sich bereits am Freitag ein peinliches 0:2 in der heimischen Halle gegen Crimmitschau gefallen lassen, am Sonntag folgte der um Nuancen bessere Auftritt in Landsberg, der mit einer 1:3­-Niederlage endete.

Winkler sieht das Formtief in den guten Auftritten während der Siegesserie begründet: "Da haben sich manche vielleicht ein wenig zu sehr verausgabt."

Wenig sinnvoll erscheint da die Ansage Cortinas, im Training mehr Dampf machen zu wollen. Aber Winkler wiegelt ab: "Damit ist nicht unbedingt gemeint, dass mehr Kondition trainiert wird. Es wird jedoch vermehrt das geübt, was derzeit mangelhaft ist."

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