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"Drei Kilo Leberkas auf Sieg!"

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Von: Lena Meyer

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Konny Abeltshauser (l.) und Leo Pföderl © Gepa

München - Am Sonntag geht es nicht um die Wurst, sondern um den Leberkas. Grund dafür ist eine Wette, zu der Konny Abeltshauser herausgefordert hat.

Am Sonntag geht es nicht um die Wurst, sondern um den Leberkas. Konrad „Konny“ Abeltshauser (24), waschechter Bayern und Verteidiger des EHC Red Bull München, wettet mit seinem Spezl Leonhard „Leo“ Pföderl (23) um stolze drei Kilo davon. Es geht um den Sieg im Spitzenduell. Denn die Münchner Eis-Cracks – weiterhin Spitzenreiter in der DEL - treffen am Sonntag um 19.00 Uhr daheim auf den direkten Verfolger Nürnberg. Und für den steht auch Abeltshauser-Kumpel Pföderl im Aufgebot. Die beiden kennen sich bereits aus der Kindheit. Beide stammen aus Bad Tölz, starteten ihre Eishockey-Karriere beim EC. „Wir kennen uns sogar noch länger“, verrät Abeltshauser. „Mein Vater hat früher in der Wirtschaft von Leos Vater gearbeitet.“

Immer, wenn die zwei im Sommer in der Heimat aufeinander treffen, gibt es dann einiges zu erzählen und zu unternehmen. „Wir unterhalten uns natürlich über den Verlauf der letzten Saison, unser Spiel usw. Aber wir waren auch schon gemeinsam auf Konzerten wie Rock im Park“, berichtet Abeltshauser der tz.

Sonntag soll es allerdings nicht harmonisch-freundschaftlich zugehen. Denn für die Münchner steht der erste Sieg dieser Saison gegen Nürnberg auf dem Plan. Die vergangenen zwei Partien wurden mit 2:4 und 5:6 n.V. verloren. Besonders die letzte Niederlage schmerzt noch immer. Denn die Nürnberger hatten in der Partie einen 1:5-Rückstand egalisiert, ehe es in der Verlängerung zum Siegtreffer kam. „Das wird dieses Mal anders“, verspricht Abeltshauser. Was Nürnbergs Top-Torschütze Pföderl dazu sagt? Die tz sprach mit den befreundeten Kontrahenten.

Herr Abeltshauser, Herr Pföderl, am Sonntag treffen Sie auf dem Eis aufeinander. Etwas Besonderes?

Abeltshauser: Wenn die Partie läuft, konzentriere ich mich eigentlich hauptsächlich auf mein Spiel. Da geht es nicht darum, wer der Gegner ist, sondern nur wie wir gewinnen können. Aber wenn mir der Leo vorher über den Weg läuft, werde ich ihm sicherlich schon einen Spruch reindrücken (lacht).

Abeltshauser: 

Pföderl:

Da bin ich aber gespannt (lacht). Nein im Ernst: Das ist bei mir genauso. Ich hoffe allerdings schon, dass mir etwas Gutes einfällt, wenn der Konny auf dem Eis vorbeiläuft!

Es handelt sich nicht nur um das Duell der Spitzenreiter, sondern auch um ein bayerisches Derby. Mussten Sie den US-Kollegen erklären, was das bedeutet?

Pföderl:

Am Anfang der Saison schon. Da haben wir als Einheimische den anderen erklärt, dass das etwas Besonderes ist. Mittlerweile wissen alle, was ein bayerisches Derby bedeutet. Die Stimmung ist schließlich immer eine ganz Besondere.

Abeltshauser:

Absolut! Wir haben hier in München mit Michi Wolf, Maxi Kastner, Florian Kettemer & Co. ja einige Bayern im Team. Insofern konnten wir den anderen schnell erklären, wie es bei einem Derby zugeht.

Am Sonntag wird’s zudem musikalisch. Das Spiel steht unter dem Motto „Rocky Hockey Night“ und es wird eine Rock-Band auftreten. Was läuft in den Kabinen bei den Nürnberg Ice Tigers und beim EHC Red Bull München?

Pföderl:

Das kommt ganz darauf an, wer sich gerade um die Musikauswahl kümmert. Es wird tatsächlich häufig Rock gespielt, aber auch hin und wieder Hip Hop, oder ganz etwas anderes.

Abeltshauser:

Das ist bei uns auch so. Es kann schon passieren, dass vor einem Spiel auch manchmal Scooter läuft (lacht).

Bisher konnte Nürnberg alle Duelle für sich entscheiden. Wie geht’s am Sonntag aus?

Abeltshauser:

Es wird sicherlich ein spannendes Spiel mit vielen Toren werden. Wir sind beide sehr offensiv starke Teams und nicht ohne Grund schon so lang oben in der Tabelle. Wir werden natürlich alles dafür tun, um dieses Mal zu gewinnen (lacht). Wie gesagt, ich setzte 3 Kilogramm Leberkas auf den Sieg.

Pföderl:

Da bin ich aber gespannt, was von euch kommt! Ich meine, wir haben schon zwei Mal gegen euch gewonnen (lacht).

Interview: Lena Meyer

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