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Winkler: "Standort München darf nicht sterben"

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Manager Christian Winkler © sampics

München - „Es ist nicht Fünf vor Zwölf, sondern Zehn nach Zwölf“, beschreibt Manager Christian Winkler die Lage. Er hofft, dass München als DEL-Standort erhalten bleibt.

Martin Buchwieser und Felix Petermann waren gekommen. Auf der Pressekonferenz des Deutschen Eishockey-Bundes sollte es um die anstehenden Aufgaben mit der Nationalmannschaft gehen. Doch natürlich hatten die beiden Nationalspieler auch ganz andere, unangenehmere Fragen zu beantworten: zu den drohenden Szenarien rund um ihren Verein, den EHC München.

„Es ist nicht Fünf vor Zwölf, sondern Zehn nach Zwölf“, beschreibt Manager Christian Winkler die Lage. Einer der drei EHC-Gesellschafter stellt sein Engagement ein. Nach wie vor steht ein Verkauf der Spielbetriebs-GmbH nach Schwenningen im Raum, denn die Schwarzwälder wollen in die DEL.

Manager Winkler sagt: „München als DEL-Standort darf nicht sterben.“ In anderen Städten funktioniere es auch, neben dem Fußball andere Sportarten zu positionieren. „Oder ist München gar keine Sportstadt?“

Gerade mit dem Blick auf eine diskutierte erneute Olympiabewerbung müsse in München auch ein erstklassiger Wintersportklub Platz haben. Winkler hofft auf ein „Gesamtcommitment in der Stadt – von Rathaus bis zu den Firmen.“ Gerade in der politischen Kommunikation habe der EHC seit Dezember große Fortschritte gemacht. „Wir suchen weiter nach einer Lösung, um auch zukünftig DEL-Eishockey in München zu präsentieren. Am liebsten langfristig.“

Nun hat der Kaufmann Rainer Beck Interesse am EHC angemeldet, für den Fall, dass die Gesellschafter mit Schwenningen nicht handelseinig werden. Wie ehrlich es Beck mit dem EHC meint, klärte sein Rundschreiben nicht – im Gegenteil lässt es viel Platz für Spekulation. Auch am Dienstag war Beck nicht zu sprechen. Fakt ist, dass Beck hundertprozentiger Gesellschafter beim Erzrivalen Landshut Cannibals ist, mit dem er in die DEL drängt. Landshut könnte mit der Münchner Lizenz an den Start gehen, sofern die Cannibals die DEL-Kriterien erfüllen. Die Liga will sich dazu derzeit nicht äußern.

Für den EHC wäre „ein Wechsel aus der DEL in eine tiefere Liga theoretisch möglich“, sagt Oliver Seeliger von der ESBG, die den Betrieb der Zweiten Liga organisiert. Allerdings müsse der Kandidat wirtschaftlich sauber arbeiten – und hätte für die kommende Spielzeit bereits zum 31. März melden müssen. Laut Seeliger hat das kein DEL-Klub getan.

Manager Winkler glaubt ohnehin, dass der EHC auch künftig DEL spielt. „Und die Spieler auch. Bisher hat mich noch keiner um die Freigabe gebeten.“

wim

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