Der Zauber ist verflogen

- Die Talfahrt des Eishockey-Zweitligisten EHC München setzte sich auch in Wolfsburg fort. Das Team von Trainer Pat Cortina kassierte mit einem 3:6 die fünfte Niederlage in Serie und muss inzwischen ernsthaft um die Play-Off-Teilnahme bangen. Der Coach hatte seine Sturmreihen verändert, um neue Impulse zu setzen.

Doch besonders im Mitteldrittel gingen die Münchner im Sturmwirbel der "Wölfe" völlig unter. "Leider konnten wir die vielen Überzahlsituationen nicht nutzen, mehrere Spieler laufen ihrer Form hinterher," bedauerte der völlig frustrierte Kanadier, der seine Tätigkeit in München (nach der Ablösung des glücklosen Gary Prior) mit 16 Siegen in 19 Partien begonnen hatte.

Doch aktuell ist der Zauber des Trainerwechsel verflogen, der EHC wirkt müde und ausgebrannt. Dazu kam auch noch Pech, denn "Floppo" Zeller zog sich nach einem rüden Foul eine Kopfverletzung zu. Der Stürmer musste sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden und fehlte am Sonntag im Heimspiel gegen Schwenningen. Da mussten sich die Münchner erneut mit 3:4 geschlagen geben. Allerdings erst nach Verlängerung ­ es gab also endlich wieder einen Punkt auf der Habenseite.

Knapp 1700 Zuschauer, darunter 500 Fans aus dem Schwarzwald, sahen eine dramatische Partie. Die Münchner haderten dabei mehrfach mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Alfred Hascher, und es flogen Gegenstände auf die Eisfläche. Die Entscheidung fiel erst fünf Minuten vor Ende der Verlängerung durch den Schwenninger Steve Junker. In der regulären Spielzeit trafen Brent Robinson (42. und 46.) und Neville Rautert (28.) für den EHC, der jetzt schon seit sechs Partien auf einen Sieg wartet!

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