Grund zur Freude: Tobias Eder wird zum ersten Mal in die Nationalmannschaft berufen.
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Grund zur Freude: Tobias Eder wird zum ersten Mal in die Nationalmannschaft berufen.

Tobias Eder aus Miesbach steht vor dem Debüt in der Nationalmannschaft

Tobias Eder erstmals bei der Nationalmannschaft: So lange wie möglich dabei bleiben

  • vonMichael Eham
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Der Miesbacher Eishockey-Profi Tobias Eder freut sich in der ersten Phase der Vorbereitung auf die WM auf sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft.

Miesbach – Es wird eine ganz besondere Premiere für Tobias Eder. Am kommenden Samstag wird der 23-Jährige aus Miesbach erstmals das Trikot der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft überstreifen und für den DEB auflaufen.

„Die Nominierung hat mich überrascht, damit habe ich nicht gerechnet“, sagt Eder. Bei den beiden Spielen am Samstag (20.15 Uhr, Magenta Sport) und Sonntag (16 Uhr, Magenta Sport) gegen die Slowakei läuft er in Vorbereitungsspielen für die Weltmeisterschaft 2021 in Riga (Lettland) auf. Am Mittwoch traf sich der DEB-Kader mit Bundestrainer Toni Söderholm in Nürnberg, um vier Trainingseinheiten zu absolvieren. „Für mich ist es eine große Ehre, für Deutschland zu spielen“, freut sich Eder auf seine ersten Partien. Am Freitag geht es per Bus in die Slowakei.

Wie zu Beginn des Lehrgangs werden die Spieler auch dort täglich auf das Coronavirus getestet. Bei seinem Debüt bekommt Eder zahlreiche Unterstützung von seinem Klub Düsseldorfer EG, die insgesamt acht Spieler und damit ein Drittel des 24 Mann starken Kaders stellt. Das liegt vor allem daran, dass bis auf Verteidiger Tobias Fohrler (HC Ambri-Piotta/Schweiz) nur Spieler mit an Bord sind, die sich mit ihren Teams nicht für die Playoffs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) qualifiziert haben, die mit den Viertelfinals starteten. Tobias Eders älterer Bruder Andreas beispielsweise trifft dabei mit seinen Straubing Tigers auf die Adler Mannheim.

Nach und nach werden sich also auch die Cracks der deutschen Top-Teams aus Mannheim, München und Berlin zur Nationalmannschaft begeben – und daher auch immer wieder Spieler das DEB-Aufgebot verlassen müssen.

Tobias Eder will sich empfehlen

„Ich will mein Bestes geben und so lange wie möglich dabeibleiben“, sagt Tobias Eder. Ob es dann tatsächlich bis zur Weltmeisterschaft reicht, wird abzuwarten sein. Bundestrainer Söderholm freut sich jedenfalls auf die Zusammenarbeit mit den vielen jungen Spielern. In der ersten Woche könne er mehr Perspektivspieler testen, womit der Grundstein für die Zukunft gelegt werden soll. „Einige haben sehr viel Perspektive und sich die Chance verdient, um einen Platz zu kämpfen.“

So wird mit viel Grundlagenarbeit in der ersten Vorbereitungsphase nach und nach eine Spielphilosophie aufgebaut. „Aber die Identität der Mannschaft muss sofort erkennbar sein, wenn wir gegen die Slowakei spielen“, fordert der Coach.

Mit zuletzt immer besseren Leistungen bei der Düsseldorfer EG machte Eder auf sich aufmerksam. Insgesamt kommt er in der abgelaufenen DEL-Hauptrunde in 37 Spielen auf neun Tore und neun Assists. Am Ende reichte es hauchdünn nicht für Platz vier in der Division Nord, der für die Playoff-Teilnahme gereicht hätte. Diese hätte bedeutet, dass Eder nicht von Söderholm für die Länderspiele nominiert worden wäre. In der kommenden Woche gilt es für den 23-Jährigen daher, sich für weitere Einsätze im Trikot der deutschen Nationalmannschaft zu empfehlen.

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