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ERSC Ottobrunn kuft unaufhaltsam Richtung Aufstieg

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Von: Harald Hettich

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Eine verschworene Gemeinschaft und eine Klasse für sich ist der ERSC Ottobrunn in der Eishockey-Bezirksliga Süd als ungeschlagener Tabellenführer. Am heimischen Haidgraben fegten die Ottobrunner den EHC Bad Aibling 1b mit 10:0 vom Eis. Defensiv-Haudegen Georg Critharellis trifft gleich dreimal
Eine verschworene Gemeinschaft und eine Klasse für sich ist der ERSC Ottobrunn in der Eishockey-Bezirksliga Süd als ungeschlagener Tabellenführer. Am heimischen Haidgraben fegten die Ottobrunner den EHC Bad Aibling 1b mit 10:0 vom Eis. Defensiv-Haudegen Georg Critharellis trifft gleich dreimal © Robert Brouczek

Der ERSC Ottobrunn bleibt in der Eishockey-Bezirksliga Süd das Maß der Dinge, wie der 10:0-Heimsieg gegen Bad Aibling zeigt.

Ottobrunn – Sie haben einen „Run“, wie es die Sportfreunde über dem großen Teich nennen, wenn ein Team von Sieg zu Sieg eilt – hier besser „kuft“. Der ERSC Ottobrunn setzt in der Eishockey-Bezirksliga Süd weiterhin kräftige Erfolgszeichen und lässt den avisierten Landesliga-Aufstieg Woche für Woche ein Stück weit wahrscheinlicher werden. Diesmal entledigten sich die Schützlinge von Cheftrainer Petr Vorisek beim mühelosen 10:0 (2:0, 3:0, 5:0)-Heimerfolg gegen Tabellenkellerkind EHC Bad Aibling 1b einer weiteren Pflichtaufgabe und bauten ihre Erfolgsserie auf jetzt 6:0 Siege aus.

Vor dem Spitzen-Kräftemessen am Sonntag, 12. Dezember, beim ebenfalls noch verlustpunktfreien DEC Inzell Frillensee geriet das Vor-Nikolaus-Scheibenschießen auf Ottobrunner Frei-Eis gegen die in allen Belangen überforderten Landesliga-Backups der Kurstädter eher zum vorbereitenden Aufwärmen für das baldige Topspiel. Aibling konnte sich bei seinem dauerbeschäftigten Goalie Max-Emanuel Rott bedanken, dass die sportliche Klatsche in einer fairen Partie nicht noch höher ausfiel. Dagegen hatte ERSCO-Schlussmann Severin Cesak einen ruhigen Abend und zeigte sich bei den wenigen gefährlichen Vorstößen der Aibdogs bestens disponiert.

Auch ohne den dieses Mal verhinderten Chefcoach Vorisek zeigten sich die Ottobrunner von Beginn an bestens disponiert und von Vertretungscoach Patrick Gerber (eigentlich Trainer der erfolgreichen U 9-Knirpse) exakt eingestellt. Die mittlerweile große personelle Variabilität der Gastgeber zeigte sich auch im Umstand, dass das Führungstor einem finalen Verteidiger-Duett des ERSCO vor dem Aiblinger Kasten entsprang. Defensiv-Haudegen Georg Critharellis fiel offensiv nicht nur beim 1:0 (4.) auf Vorarbeit seines Verteidiger Kollegen Daniel Carvalho äußerst zielorientiert auf. Der nach Infekt wieder genesene Teamsprecher sollte sich am Ende sogar insgesamt dreimal in die Torschützenliste des Abends eintragen. Dies an einem Ottobrunner Eishockey-Abend, bei dem aus „2G+“-Gründen leider nur ein paar handverlesene Zuschauer am Eisoval weilten und wenigstens reichlich Treffer zu bestaunen bekamen.

Die waren im ersten Abschnitt noch eher überschaubar. Wieder war es der gut aufgelegte Carvalho, dessen Vorarbeit-Duett mit Sturmtank Adam Kofron von Tobias Feilmeier zum 2:0 veredelt wurde (11.). Erst 20 Spielminuten später brach der gleiche Schütze mit dem 3:0 einen längeren Trefferbann (31.). Das Top-Sturmduo Markus Hulm und Adam Kofron besorgte das 4:0 (34.). Stefan Krumbiegel auf Vorarbeit von Maurice Schiemenz und Tobias Huber zeichneten für das 5:0 (37.) nach dem zweiten Abschnitt verantwortlich. „Wir hätten hier schon einige Treffer mehr erzielen können“, sagte Critharellis hinterher.

Im Schlussabschnitt legen die Gastgeber mächtig nach

Im fast schon traditionell starken Schlussabschnitt legten die Hausherren dann aber noch einmal kräftig nach. Abermals der elegant an der Kelle kurvende Teamsprecher Critharellis (44.) nach schönem Duett von Hulm und Kofron platzierte die Scheibe zum 6:0 (44.) in die Maschen. Die Topreihe selbst gestaltete das 7:0 (49.), als Hulm das vorbereitend wirbelnde Wirken von Kofron und Feilmeier durch die Aiblinger Abwehr mit finalem Schlagschuss in die Maschen würzte. Danach war wieder Evergreen Carvalho zur Stelle. Zunächst als Klasse-Passgeber bei Fabian Hambergers 8:0 (53.). Dann als Schütze zum 9:0 (56.) auf Feilmeiers und Hulms Assistarbeit. Und auch für das zweistellige Endresultat zeichnete mit Critharellis wieder ein Verteidiger verantwortlich (58.). Saison-Topscorer Adam Kofron hatte die Scheibe charmant serviert. Der „Run“ dieses sehenswerten Eishockeyabends war vollendet.

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