Eishockey - Verzahnungsrunde Ober-/Bayernliga

2:4 in Waldkraiburg – Eispiraten von Playoffs weit entfernt

Die Eispiraten des ESC Dorfen gaben am Freitagabend alles, mussten sich aber beim EHC Waldkraiburg 2:4 (0:0, 1:1, 1:3) geschlagen geben. Damit sind die Playoffs in weite Ferne gerückt.

Dorfen – Personell arg gerupft ging Dorfen dieses Duell mit den Löwen an. Bei diesen hatten sich einige der zuletzt Fehlenden zurückgemeldet. Für den noch angeschlagenen Brent Norris lief der von einer längeren Erkrankung genesene Thomas Vrba, Kontingentspieler Nummer drei, auf. Den Eispiraten war es nicht zu verdenken, dass sie mit ihrem letzten Aufgebot zuerst mal an die Sicherung ihres Heiligtums dachten. Das hütete Simon von Fraunberg als der einzige ESC-Torhüter an diesem Abend – ein Backup stand nicht zur Verfügung.

Erster Aufreger war ein zu heftiger Einsatz von Michael Trox gegen ESC-Kapitän Andreas Attenberger. 2 + 10 Strafminuten gab es für den Waldkraiburger nach gut drei Minuten. Die einzige Tormöglichkeit bei ESC-Überzahl hatte Waldkraiburgs Tomas Rousek. Dorfen wurde allmählich mutiger. Sandro Schroepfer (7.) und Ernst Findeis (10.) hatten Einschussmöglichkeiten. Die größte bot sich aber dem Löwen Nico Vogl (13.), von Fraunberg reagierte jedoch großartig. Viel Glück hatte er bei einem abgefälschten Schuss von der blauen Linie von Christian Ettwein. Mit einer vergebenen Großchance durch Dorfens einzigen Kontingentspieler Jaroslav Sorsak ging es in die Pause.

Aus der kamen beide Teams mit mehr Offensivdrang. Bei einem Abpraller schaltete Christoph Hradek am schnellsten, und es stand nach nur 43 Sekunden 1:0 für die Löwen. Hradek und Vrba scheiterten in der 26. Minute am starken von Fraunberg. Als Christian Göttlicher zum Konter Christian Seidlmayer bediente, war dieser nicht mehr zu bremsen, und es stand 1:1 (28.). Waldkraiburg riss dann bis zur Pause das Geschehen immer mehr an sich. Hradek allein auf weiter Flur, Daniel Hämmerle vorm Tor angespielt, Rousek und Trox – alle scheiterten sie am ESC-Torhüter.

Waldkraiburg ließ sich auch im Schlussabschnitt das Heft nicht aus der Hand nehmen. In Torjägermanier jagte Kapitän Daniel Hämmerle den Puck ins Kreuzeck. Von Fraunberg hatte in der Folge alle Hände voll zu tun, um sein Team im Spiel zu halten. Auch in Überzahl konnte sich der ESC zunächst keine Chancen erarbeiten. Florian Brenninger scheiterte dann an Korbinian Sertl. Sechs Minuten vor Schluss schien die Partie nach Hradeks 3:1 entschieden. Die Eispiraten bäumten sich aber noch mal auf. Bei 1:54 Minuten Restzeit gelang Sarsok der Anschlusstreffer. Bevor jedoch von Fraunberg für einen Feldspieler rausgehen konnte, machte Lukas Wagner 69 Sekunden vor Schluss alles klar.

Statistik:

Tore: 1:0 (21.) Hradek (Vrba, Lukas Wagner), 1:1 (28.) Seidlmayer (Göttlicher), 2:1 (42.) Hämmerle (Vrba), 3:1 (54.) Hradek (Rott/ 6-5), 3:2 (59.) Sarsok (Johannes Kroner, F. Brenninger), 4:2 (59.) Wagner (Rousek). –HSR: Michael Kees. – Strafminuten: EHC 6 + 10, ESC 6. –Zuschauer: 908.

Helmut Findelsberger

Rubriklistenbild: © dpa

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