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Dorfener Rumpfteam gut in Schuss

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Waldkraiburg unten, Dorfen oben: So war es beim überraschenden 6:1-Erfolg der Eispiraten.
Waldkraiburg unten, Dorfen oben: So war es beim überraschenden 6:1-Erfolg der Eispiraten. © Hermann Weingartner

Die Puckjäger des ESC Dorfen zeigen sich kurz vor der Abstiegsrunde, die am Freitag beginnt, gut in Schuss.

Dorfen – Im letzten Spiel der Bayernliga-Hauptrunde verbuchten die Eispiraten in Schweinfurt bei den Mighty Dogs mit einem 6:5 nach Verlängerung den vierten Sieg im fünften Spiel seit Jahresbeginn. Und das mit einem erneut arg dezimierten Team, bei dem neben drei Angriffsreihen erneut nur vier Verteidiger, davon zwei gelernte – ergänzt durch Allrounder Christoph Lönnig und Sebastina Rappolder – zur Verfügung standen.

Bereits im Heimderby am Freitagabend zähmten die Eispiraten die favorisierten Löwen aus Waldkraiburg, die vorab Dorfen als „Lieblingsgegner“ tituliert hatten, mit 6:1 Toren und rehabilitierten sich gründlich für die 2:8-Hinspielniederlage. EHC-Trainer Alex Piskunov sprach in der Pressekonferenz von „mangelnder Einstellung“ und dem „schlechtesten Spiel“ seines Teams in dieser Saison. Wenngleich diese Partie für die Tabellensituation keine Bedeutung mehr hatte, dürfe sich sein Team, das mit knapp 150 Fans im Rücken angereist war, „nicht so vorführen lassen“.

Großen Respekt zollte ESC-Cheftrainer Franz Steer seinem Team. „Meine Leute haben die vorab besprochene Marschroute diszipliniert eingehalten“, lobte er. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner gesamten Mannschaft, vor allem mit der dritten Reihe, mit den 1b-Spielern Alexander Voglhuber und Dario Braun.“ Erstmals wieder dabei war Back-up-Goalie Simon von Fraunberg, weil Luca Endres noch in Rekonvaleszenz ist.

Nach dem Erfolg in Schweinfurt war Steer erneut sehr zufrieden. „Wenn mir jemand vor der Saison gesagt hätte, dass sich die Nachrücker so gut einfügen, hätte ich gesagt: ,Du spinnst’“, meinte er. „Was meine Jungs derzeit angesichts der ständigen Ausfälle leisten, ist sehr, sehr gut.“ Er habe erneut fünf Stammverteidiger ersetzen müssen. Diese unsichere Zeit sei laut Steer sowohl für den Trainer als auch für die Spieler „außerordentlich belastend“. Man habe es im letzten Drittel gemerkt, dass dem Team die letzten beiden Englischen Wochen, noch dazu bei der ständigen Unterbesetzung, in den Knochen stecken. In Schweinfurt fehlten neben den Stammverteidigern Benedikt Dietrich, Maximilian Huber und Erik Walter auch weiterhin Torwart Endres, sodass Keeper Andreas Marek die Belastung von fünf Spielen in Folge hatte.

Schweinfurts Trainer Andreas Kleider zeigte sich unzufrieden, wenngleich er seinem Team eine Verbesserung gegenüber der vorangegangenen „hundsmiserablen 1:10-Niederlage in Amberg“ konstatierte.

Die vorläufigen Spielpläne sind den Vereinen bereits zugegangen. Gestern Abend trafen sich die Bayernligavertreter zu einer Online-Tagung, um diese endgültig abzusegnen.

VON GEORG BRENNAUER

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