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Kein Durchkommen: Dorfens Sandro Schroepfer müht sich gegen Quirin Oexler (4), Andreas Pielmeier (72) und Goalie Patrick Weiner.  

Dorfens Kampf wird nicht belohnt

Der ESC kassiert gegen Pfaffenhofen eine 3:5-Pleite.

Dorfen – Sie haben viel investiert am Sonntagabend, aber es reichte nicht. Den ausgebufften EisHogs des EC Pfaffenhofen musste sich der ESC Dorfen 3:5 (0:2, 3:1, 0:2) geschlagen geben. Über die Hälfte des ersten Drittels beherrschten die Eispiraten Spiel und Gegner, ehe Strafzeiten alles auf den Kopf stellten.

Dorfen hatte Überzahl, da schaute Hauptschiedsrichter Ulpi Sicorschi noch zu, wie zwei Pfaffenhofener mit ein paar Schubsern Lukas Miculka provozierten. Dem ging die Sicherung durch. Für versuchten Stockstich kassierte er 2+2+10 Strafminuten. 14 Sekunden später gab’s für Florian Mayer einen Zweier.

Gut eine Minute dauerte es, dann traf der Liga-Topscorer Nick Endress zum 1:0. Gegen ihn hatte ESC-Keeper Andreas Tanzer auch in der Folge Schwerstarbeit zu verrichten, vor allem dann, als Pfaffenhofens Lohrer von der Strafbank zurück war. Mayer war auch wieder zurück, da initiierten die Eispiraten selbst gefährliche Angriffszüge. Aber sie schafften es nicht über die Zeit. Endress hielt seinen Schläger in einen Schuss zum 2:0. Eine Gästestrafzeit brachte noch tolle Einschusschancen durch Vrba und Mayer. Pfaffenhofen war kaum wieder komplett, da scheiterte Gebhardt mutterseelenallein am starken Tanzer.

Für einen Start nach Maß ins zweite Drittel sorgte Timo Borrmann mit dem Anschlusstreffer nach 56 Sekunden. Es war jetzt ein offener Schlagabtausch. Miculka war inzwischen auch wieder zurück. 30.01 zeigte die Uhr an, da machte es die ESC-Vertei-digung John Lawrence zu leicht bei dessen 3:1. Borrmann hatte 71 Sekunden später die passende Antwort parat. An beiden Pfosten klingelte der Puck, bevor er einschlug. Die Eispiraten waren jetzt Herr auf dem Eis. In Überzahl stand Sandro Schroepfer goldrichtig zum 3:3.

Vielleicht kam die erneute Pause zur Unzeit für Dorfen. Die EisHogs, deren Spiel doch sehr von ihrem Paradeblock abhängig ist, konnten sich wieder sammeln. In Überzahl schlenzte ihr Kapitän und punktbester Verteidiger der Bayernliga, der Kanadier Jakob Fardoe, den Puck zum 4:3 ins Kreuzeck. Kurz zuvor war Miculka durchgebrochen, und der ihm entgegen stürzende Torhüter Patrick Weiner musste daraufhin zur Behandlung für Valentin Baier Platz machen. 21 Sekunden später fiel besagtes 4:3, und Weiner kam zurück. 50 Sekunden später dribbelte Endress ums ESC-Tor und schob zum 5:3 ein. Der Rest war Abnützungskampf.

Statistik:

Tore/Vorlagen:0:1 (13.) Endress (Fardoe, Lawrence /4-3), 0:2 (15.) Endress (Fardoe/5-4), 1:2 (21.) Borrmann (Vrba, Schroepfer), 1:3 (31.) Lawrence (Hintermeier), 2:3 (32.) Borrmann (Fengler), 3:3 (39.) Schroepfer (Mayer, Miculka / 5-4), 3:4 (51.) Fardoe (Lawrence, Endress / 5-4), 3:5 (52.) Endress (Gebhardt, Lawrence) – HSR: Ulpi Sicorschi – Strafminuten: ESC 14 + 10 (Miculka)/ECP 10 –Zuschauer: 210

HELMUT FINDELSBERGER

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