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Dorfens missglückter Start in die Abstiegsrunde

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Chance verpasst: Der Dorfener Sandro Schropefer (r.) scheitert an Martin Morczinietz.
Chance verpasst: Der Dorfener Sandro Schropefer (r.) scheitert an Martin Morczinietz. © Hermann Weingartner

Der Auftakt für den ESC Dorfen in die Bayernliga-Abstiegsrunde ging voll daneben.

Dorfen – Es war ein „Schwarzer Freitag“ für die Puckjäger des ESC Dorfen: Im einzigen Spiel des Wochenendes unterlagen die Eispiraten zum Auftakt der Abstiegsrunde auf eigenem Eis dem ESC Geretsried mit 2:5 Toren.

Nach den fünf Siegen zum Abschluss der Bayernliga-Qualifikationsrunde hatte man sich im Dorfener Lager einen besseren Start im Ringen um den Klassenerhalt erhofft. Indes blieb den Eispiraten die „Seuche“ mit verletzten und erkrankten Spielerausfällen einmal mehr treu.

Die Niederlage fiel gemessen am Spielverlauf zu hoch aus, weil die Eispiraten die sich anfänglich wie auch zum Spielende eröffneten Chancen nicht nutzen konnten. Der bärenstark haltende Gäste-Torwart Martin Morczinietz hatte zudem bei Pfostenschüssen und einem Querlattenroller das Glück des Tüchtigen.

Sehr zufrieden zeigte sich Geretsrieds neuer Trainer Randy Neal, der auch schon beim ESC hinter der Bande stand. „Ich freue mich, wieder einmal in Dorfen zu sein, und ich freue mich natürlich um so mehr, dass wir zum Auftakt dieser schwierigen Runde die drei Punkte mitnehmen konnten“, sagte er. Anfangs und am Ende der Partie habe sein Team allerdings nicht so richtig die Linie gefunden, sodass Dorfen durchaus mehr als den Führungstreffer vorlegen hätte können.

Mit dem Ausfall von Führungsspielern wie Tomas Vrba, Christian Göttlicher, Benedikt Dietrich, Florian Fischer, Florian Hartl sowie Basti Rosenkranz „kannst du so ein enges Spiel nach einigen gravierenden Individualfehlern nicht mehr kippen“, bedauerte Dorfens Trainer Franz Steer. Besonders ärgerte er sich über ein paar völlig unnötige Strafzeiten seines zweitbesten Scorers Urban Sodja, unter anderem wegen Reklamierens. Auch habe man in den Zweikämpfen die Scheibe zu lange gehalten, statt abzuspielen, um dann die Zweikämpfe an der Bande zu verlieren. „Ich kann nicht von den jungen Leuten verlangen, die eingespielten Reihen zu ersetzen“, meinte der ESC-Coach.

Der sichtlich angesäuerte Dorfener Trainer wollte nach seinem Statement in der Pressekonferenz zu der erneut sehr schwierigen Situation nichts mehr sagen. Auf die Frage des Reporters der Heimatzeitung, ob denn das Dilemma mit den reihenweise verletzungs- und krankheitsbedingten personellen Ausfällen anscheinend kein Ende mehr finde, blaffte Steer: „Frag’ mich nicht, ich sag’ nichts mehr, weil wir es doch nicht ändern können. Woche für Woche spielst du mit anderen Leuten und musst die Aufstellungen improvisieren.“ Und dann redete sich Steer doch noch in Rage: „Ich kann es nicht mehr hören. Irgendeiner kommt, und irgendeiner kommt nicht, dann ruft der an, dann ruft der andere an, ich bin nur noch Corona-Beauftragter und Verletzungsbeauftragter bei uns. Aufs Eishockey selbst kann man sich gar nicht mehr konzentrieren.“

VON GEORG BRENNAUER

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