Volltreffer: Dorfens Kapitän Christian Göttlicher trifft zum 5:4 für die Eispiraten und lässt Geretsrieds Tormann Martin Morczinietz keine Abwehrchance.
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Volltreffer: Dorfens Kapitän Christian Göttlicher trifft zum 5:4 für die Eispiraten und lässt Geretsrieds Tormann Martin Morczinietz keine Abwehrchance.

Eishockey-Bayernliga

Steer grantelt: „Ich habe Bauchkrämpfe bekommen“

Gewonnen, und trotzdem nicht zufrieden: Dorfens Trainer Franz Steer war grantig.

Dorfen – Nachdem die Auswärtspartie des ESC Dorfen am Freitag in Schongau wegen eines noch offenen Covid-19-Tests eines Spielers abgesagt werden musste, der dann im Verlauf des Freitags als negativ bestätigt wurde, stand dem Sonntags-Heimspiel gegen den ESC Geretsried nichts mehr im Weg, das denkbar knapp gewonnen wurde.

Die Riverrats kamen mit der Empfehlung eines 9:4-Heimsiegs über den bisher stark spielenden Aufsteiger ERSC Amberg, den nächsten ESC-Heimgegner, nach Dorfen. Nach dem 7:6-Verlängerungssieg seines Teams zeigte sich ESC-Trainer Franz Steer nicht zufrieden. „Ich habe in diesem Spiel Bauchkrämpfe bekommen“, erklärte der engagierte Coach eingangs der Pressekonferenz. Verärgert zeigte er sich vor allem über zwei Wechselfehler seines Teams, die dem Gegner zwei Überzahltreffer einbrachten. „Da ist noch keiner der Wechselspieler hergefahren, schon springt einer aufs Eis, das ist eine Konzentrationssache.“ Auch das unnötige Revanche-Frustfoul von Lukas Miculka im Angriffsdrittel wenige Minuten vor dem greifbar nahen 6:5-Sieg ärgerte verständlicherweise nicht nur ihn. Denn prompt kamen die Geretsrieder in Überzahl noch zum 6:6. „Wir bekommen noch immer zu viele Gegentore“, kritisierte Steer. Allerdings dürfte er damit nicht Torwart Andreas Marek gemeint haben, den die wenigste Schuld traf.

Der ESC-Trainer verwies aber auch auf die angeschlagen und kranken Spieler, „sodass die ganze Woche mit Minderbesetzung trainiert werden musste“. Tomas Vrba habe es versucht, es ging noch nicht. Miculka konnte nur einmal trainieren, und Kristaps Millers war noch krank geschrieben. „Ich verlange kein Hexenwerk, und ich bin kein Freund von Video, aber ich muss den Spielern nochmals die Fehler aufzeigen“, stellte Steer fest. „Im Eishockey mal einen Schuss blocken – ich habe das schon in meiner aktiven Zeit beim EVL trainiert, hab mich in den Schuss hineingeworfen, und der Butzi Auhuber hat geschossen – so bläd war i.“

Auf die Frage, ob man dieser Partie auch Positives abgewinnen könne, vor allem im zweiten Drittel, als die jungen Leute nahtlos mit den Führungsleuten Gas gaben und sichtliche Fortschritte zeigten, meinte Steer: „Nach vorne ja.“ Und er nannte stellvertretend Sandro Schröpfer. „Der gibt 60 Minuten Gas, war auch immer im Sommer da, wie die meisten Youngster, die sind fit“, lobte der Coach. Einige müssten halt noch viel arbeiten, wie im Beruf, wenn sie Erfolg haben möchten

Nur kurz äußerte sich Geretsrieds Aushilfs-Coach Kevin Olivo, der Trainer Rudi Sternkopf vertrat, „Wir haben im ersten Drittel zwar 4:2 geführt, sind aber insgesamt nicht so gut ins Spiel gekommen und haben zwischenzeitlich völlig den Faden verloren.“ Im Schlussdrittel hätten seine Leute dann wieder richtig Gas gegeben, und in der Verlängerung sei halt immer etwas Glück dabei.

Georg Brennauer

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