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Tor nach 36 Sekunden: Michal Horky zieht ab und trifft zum 1:0 für Dorfen. Zehn ESC-Tore sollten noch folgen. 

Eishockey

11:1 - ESC Dorfen feiert Klassenerhalt

Der ESC Dorfen hat in diesem so wichtigen letzten Spiel nichts anbrennen lassen. Mit einem 11:1 (2:0, 4:0, 5:1)-Schützenfest gegen den ESC Vilshofen sicherte er sich die zum rettenden dritten Tabellenplatz notwendigen drei Punkte und verhinderte so den Abstieg.

VON HELMUT FINDELSBERGER

Dorfen – Mucksmäuschenstill war es bei der Gedenkminute für den beim Hemadlenzn so tragisch ums Leben gekommenen jungen Dorfener. Auch die Bezirksligafußballer des TSV Dorfen, deren Testspiel aufgrund des Todesfalls abgesagt worden war, zählten zu den 300 Zuschauern. Dann ging es rasant los, und nach nur 36 Sekunden zappelte die Scheibe auch schon im Vilshofener Netz. Michal Horky hatte nach Vorarbeit von Andreas Attenberger getroffen. Der Kapitän hatte auch beim zweiten Treffer seinen Schläger mit im Spiel. Einem Geniestreich gleich lupfte er die Scheibe in der 12. Minute Tomas Vrba zum 2:0 maßgerecht auf die Kelle.

Es ging fast permanent Richtung Gästetor, aber Cristian Göttlicher, Florian Brenninger, Alexander Voglhuber und nochmal Brenninger fanden in Torhüter Matthias Huber ihren Meister. Dessen Vorderleute waren keinesfalls chancenlos. Nach knapp neun Minuten, die Eispiraten waren in Unterzahl, ging es vor und hinter Keeper Thomas Hingel richtig rund. Mindestens zweimal kratzten seine Mannschaftskameraden den Puck noch vor der Linie weg. Attenberger und Vrba hatten noch allerhand Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen, und Fabian Kanzelsberger jagte die Scheibe an den Pfosten.

Knapp zwei Minuten nach Wiederbeginn düpierte Florian Brenninger in Überzahl den Wölfe-Goalie. Als es Vilshofens Routinier Philipp Weinzierl mit der Spielerei vor dem eigenen Tor übertrieb, jagte Attenberger die eroberte Scheibe ins Kreuzeck zum 4:0. Die Gäste versuchten durchaus, Nadelstiche zu setzen, aber beim Einbahnverkehr in Richtung ihres Heiligtums blieb es. Trotzdem dauerte es weitere acht Minuten bis zum 5:0 durch Ernst Findeis. 61 Sekunden vor der Pause machte der vor Torgefährlichkeit und Spielwitz sprühende Attenberger das halbe Dutzend voll.

Den Schnellstart vom Beginn des Spiels steigerte Tomas Vrba mit dem 7:0 nur 34 Sekunden nach Wiederbeginn. Für den achten Treffer sorgte Offensivverteidiger Mark Waldhausen. Nun folgte ein wahres Scheibenschießen. Florian Brenninger und Horky machten es innerhalb von 37 Sekunden zweistellig. Verdient hatte sich Vilshofen den Ehrentreffer durch Joachim Neupert, auch wenn es schade um den verpassten Shutout für Thomas Hingel war. Den Schlusspunkt setzte Vrba 50 Sekunden vor Schluss.

Statistik:

Tore/Assists: 1:0 (1.) Horky (Attenberger), 2:0 (12.) Vrba (Attenberger, Horky), 3:0 (22.) Fl. Brenninger (Findeis, Lönnig/5-4), 4:0 (26.) Attenberger, 5:0 (33.) Findeis (Fl. Brenninger), 6:0 (39.) Attenberger (Horky, Vrba), 7:0 (41.) Vrba (Attenberger, Horky), 8:0 (52.) Waldhausen (Fengler, Göttlicher), 9:0 (54.) Fl. Brenninger (Lönnig), 10:0 (54.) Horky (Vrba), 10:1 (56.) Neupert (Artmann, Gomov), 11:1 (60.) Vrba (Attenberger, Horky/5-4). – Strafminuten: ESCD 6, ESCV 8. – HSR: Stefan Stauber. – Zuschauer: 300.

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