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Frühe Prüfung für den Torwart: Geretsrieds Florian Lechner (l.) testete gleich zu Beginn die Reaktionsfähigkeit von ESC-Goalie Thomas Hingel. 

Eishockey

Den Primus geärgert, aber nicht geschlagen

Sie haben lange Zeit sehr viel richtig gut gemacht. Am Ende mussten sich die Eispiraten des ESC Dorfen einem bärenstarken ESC Geretsried 5:7 (2:0, 3:4, 0:3) geschlagen geben.

VON HELMUT FINDELSBERGER

Dorfen – Zu Gast war der Spitzenreiter dieser Relegationsrunde, und so spielten die Oberländer zunächst auch auf. Christian Heller eröffnete nach 75 Sekunden ein munteres Scheibenschießen auf Thomas Hingel im Dorfener Heiligtum. Heller stand auch bei einem Bandenrückpraller in der 5. Minute genau richtig, aber Hingel kam noch rechtzeitig ins bedrohte Eck.

Auch wenn ihnen nach vorne noch nicht viel gelang – richtig anbrennen ließen die Dorfener dann aber auch nichts mehr. Und zur Halbzeit des ersten Spielabschnitts stellten sie den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf, als Kapitän Andreas Attenberger einen Kroner-Schuss gekonnt zum 1:0 abfälschte. Die Partie wurde offener, und selbst in Unterzahl beschäftigten Tomas Vrba und Attenberger den Geretsrieder Schlussmann David Albanese. Der machte 89 Sekunden vor der Pause bei Florian Brenningers verzinktem Schuss aus spitzem Winkel zum 2:0 keine glückliche Figur.

Mit einem Blitzstart eröffnete Dorfen das zweite Drittel. Einen tollen Spielzug schloss Verteidiger Mark Waldhausen nach 18 Sekunden mit dem 3:0 ab. Die Eispiraten handelten sich in der Folge ein paar Strafzeiten zu viel ein. Die zweite nutzte Geretsried durch Verteidiger Dominic Fuchs zum ersten Treffer. Unglücklich aus Dorfener Sicht: Vier Sekunden hätte Ernst Findeis noch abzusitzen gehabt, und Mario Sorsaks Schläger gab dem Puck die entscheidende Richtung. Beide Teams lieferten sich nun einen tollen Kampf mit unheimlich viel Tempo und Torszenen. Als der Keeper der Riverrats einen Vrba-Schuss nicht festhalten konnte, war Attenberger der Nutznießer zum 4:1. Gut eine Minute später hieß es 4:2 – auch der Schuss von Stefano Rizzo war unglücklich abgefälscht worden. Geretsried setzte nach, und Klaus Berger traf nach starker Rizzo-Vorarbeit zum 3:4. Zum 5:3 hielt Vrba einfach mal drauf, aber das war es immer noch nicht. Topscorer Ondrej Horvath sorgte 63 Sekunden vor der erneuten Sirene für den 5:4-Pausenstand.

Im Schlussabschnitt gelang Daniel Merl gegen zwei Gegenspieler und den Torhüter das 5:5. Hingel hatte nun mehr zu tun als sein Gegenüber, war aber machtlos gegen das Traumsolo von erneut Merl zur erstmaligen Gästeführung. Die Eispiraten versuchten nochmal alles. Michal Horky scheiterte jedoch am Pfosten. Inzwischen ohne Torhüter, gab es in die Drangphase noch eine Strafzeit und 15 Sekunden vor Schluss auch noch das 5:7 durch Benedikt May.

Statistik:

Tore: 1:0 (10.) Attenberger (Vrba), 2:0 (19.) Fl. Brenninger (Kroner, Vrba), 3:0 (21.) Waldhausen (Fengler, Fl. Brenninger/ 4-4), 3:1 (27.) Fuchs (Jorde, Merl/ 5-4), 4:1 (29.) Attenberger (Waldhausen, Vrba), 4:2 (30.) Rizzo (Merl), 4:3 (32.) Berger (Rizzo, Horvath), 5:3 (36.) Vrba (Kroner, Attenberger), 5:4 (39.) Horvath (Berger, Rizzo), 5:5 (43.) Merl, 5:6 (52.) Merl, 5:7 (60.) May (5-4). – Strafminuten: ESCD 14 + 10, ESCG 10. – HSR: Alain Kretschmer. – Zusch.: 240.

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