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Trockentraining ist besser als gar keins. Der Dorfener und Gebensbacher Eishockey-Nachwuchs will möglichst schnell damit beginnen. 

Während der Corona-Zwangspause

Eishockeyteams in den Startlöchern

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Der Dorfener und Gebensbacher Nachwuchs sehnt das Training herbei.  Auch  die Kaderplanung des ESC geht voran.

Dorfen – „Sofern der Inzidenzwert unter 100 ist, werden wir nächste Woche mit dem Training beginnen“, sagt Markus Lauffer. Der Vizepräsident des ESC Dorfen meint damit die rund 70 Kinder vom ESC Dorfen und ESV Gebensbach, die unter 14 Jahre alt sind und aufgrund der Lockdown-Regelung in 20er-Gruppen draußen kontaktlosen Sport treiben dürfen. Ansonsten gilt: Der ESC hat seine Hausaufgaben gemacht, jetzt muss eben nur noch der Inzidenzwert stimmen.

„Die Vorbereitungsarbeiten für die neue Saison laufen“, sagt Lauffer. Das den neuen stufenbasierten Lockdown-Regelungen angepasste Hygienekonzept sei beim Ordnungsamt des Landkreises eingereicht worden, Trainer und Mannschaftsführer planen die ersten Sommertrainingseinheiten. „Die Sicherheit unserer Sportler, Trainer und Betreuer steht an erster Stelle, sodass das Sommertraining für alle Bereiche und Mannschaften nur unter den sehr hohen Sicherheits- und Hygienevorgaben vom ESC Dorfen durchgeführt werden darf“, sagt Lauffer, der aber auch klar stellt: Training, das nur durch Schnelltests ermöglicht werden kann, werde es in Dorfen nicht geben. „Das muss fachgerecht gemacht werden. Das können wir Kindern nicht zumuten, und das ist uns einfach zu unsicher.“ Vom finanziellem Aufwand ganz zu schweigen bei einem Pensum von zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche.

Nichtdestotrotz stünden die 130 Kinder in den Startlöchern und warten auf einen Inzidenzwert unter 50, damit es auch für sie endlich losgehen kann. Die Nachwuchsleitung plant laut Lauffer schon entsprechende Highlights für die Mannschaften, die sie möglichst bald umsetzen können. „Das Training wird zunächst im Freien und ohne Körperkontakt beginnen und – je nach Inzidenzwert – später auch im Stadion stattfinden. Zur Kompensation des entfallenden Gebensbacher Schlittschuhkurses (wir berichteten)seien weitere Aktionen geplant, um hier vor allem die Anfänger und jüngeren Spieler später im Spielbetrieb einbinden zu können. Und auch die Inline-Sportler könnten es kaum erwarten, bis die Fläche im Eisstadion getrocknet ist, um dort endlich wieder mit dem Training beginnen zu können.

„Wir konnten bereits Sponsoren finden, die uns bei der Umsetzung des Sommertrainings durch finanzielle Mittel unterstützen“ berichtet der ESC-Vize. Weitere Sponsoren für den Nachwuchsbereich seien freilich willkommen, „damit die sehr wichtige Nachwuchsarbeit weiter ausgebaut werden kann“. Nicht alle Sponsoren seien geblieben, aber eine gewisse Fluktuation gibt es laut Lauffer immer. „Manche orientieren sich eben um, das hat mit Corona erst mal nichts zu tun.“

Auch im Seniorenbereich seien die ersten Aktivitäten für die neue Saison angelaufen, berichtet Lauffer. Der Mannschaftskader des Bayernligateams wachse kontinuierlich und liege aktuell bei zwölf Feldspielern und zwei Torhütern. Weitere Gespräche mit Spielern aus dem bisherigen Kader, aber auch potenziellen Neuzugängen laufen. Die für den Ligabetrieb nötige Teamstärke von rund 20 Mann zu erreichen, sei für die Dorfener ohnehin kein Problem, „weil wir ja auch Spieler aus der 1 b und der U 20 integrieren“.

Kurzum: Auch bei den Herren ist der Einstieg in das Sommertraining in Planung. Ferner sind laut Lauffer spezielle Präventionsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft geplant, „um die Spieler noch besser vorbereiten und schützen zu können“.  pir

Interesse am Eissport? Alle Ansprechpartner für Eishockey, Eiskunstlauf oder Inlinehockey sind zu finden unter ww.esc-dorfen.de sowie www.esv-gebensbach.de

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