Guter Rat ist teuer: Die Dorfener um (v. l.) Tom as Vrba und Ernst Findeis sind zum Punkten verdammt.

Eishockey - Bayernliga-Verzahnungsrunde

Den Eispiraten hängt das Abstiegsgespenst im Nacken

Den Puckjägern vom ESC Dorfen steht ein richtungsweisendes Wochenende bevor.

Dorfen – Mit den Spielen am heutigen Freitag um 20 Uhr beim ERSC Amberg und am Sonntag um 17 Uhr im heimischen Dr.-Rudolf-Stadion gegen die EA Schongau starten die Eispiraten in die zweite Hälfte der Verzahnungsrunde. Nach sieben Spielen mit vier Siegen bei drei Niederlagen liegen die Isenstädter mit 12 Punkten auf Platz vier hinter Schongau (18 Punkte), Geretsried (15) und Buchloe (13). Stand jetzt würde das den Abstieg in die Landesliga bedeuten, da sich nur die ersten drei der Tabelle für die Bayernliga qualifizieren.

Die Isenstädter haben trotz schwankender Form noch gute Chancen, sich den Klassenerhalt in der Bayernliga zu sichern. Einen wichtigen Schritt dazu könnten die Eispiraten tun, wenn sie aus den nächsten zwei Begegnungen mindestens drei Punkte einspielen könnten. In diese Verzahnungsrunde ist die Truppe von Trainer Tomas Vorisek mit zwei Heimsiegen gegen Amberg (5:3) und Kempten (6:1) sowie einer 3:10-Niederlage gegen Haßfurt gestartet, die später in einen 5:0-Sieg gewertet wurde.

Beim Heimsieg gegen die Oberpfälzer steuerte der mittlerweile verletzte und in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehende Topscorer Lukas Miculka einen Treffer und vier Assists bei. Ohne ihn und den mittlerweile ebenfalls Langzeitverletzten Stammverteidiger Florian Mayer (Muskelbündelriss) wird es für die Isenstädter sehr schwer werden, die heimstarken Amberger Löwen im eigenen Revier zu besiegen. Im bisherigen Verlauf der Verzahnungsrunde haben nur Schongau (5:2) und Buchloe (5:2) die Punkte aus dem Stadion am Schanzl entführt. Indes mussten Geretsried (2:6) und zuletzt Haßfurt – 5:7 trotz vier Kontingentspielern – in der Oberpfalz passen.

Ein halbes Dutzend ehemals höherklassig erfahrener Routiniers um den Topscorer Felix Köbele, Kapitän Dan Heilmann, den DEL-erfahrenen Bernhard Keil sowie den tschechischen Offensivverteidiger Vaclav Benak stehen für die überdurchschnittlich gute Qualität des Teams von Trainer Dirk Sallinger. Dass der gastgebende Tabellenfünfte, der mit elf Punkten und 31:28 Tore den Dorfener im Nacken sitzt, alles daran setzen wird, gegen die Eispiraten die Retourkutsche zu fahren, davon kann man ausgehen. Den Eispiraten dürfte jedenfalls in Amberg ein heißer Tanz bevorstehen, zumal die Wild Lions besonders im eigenen Haus stets von bis zu 800 stimmgewaltigen Fans nachhaltige Unterstützung erfahren.

Am Sonntag um 17 Uhr bedarf es im Heimspiel gegen Schongau keiner Extra-Motivation. Die Eispiraten sind nach der unglücklich zustande gekommenen hohen 4:10-Niederlage allemal heiß auf die Mammuts.

GEORG BRENNAUER

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