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Die Eispiraten haben den Kopf wieder oben: Der Dorfener Verteidiger Mark Waldhausen (l.) nach einem Zusammenprall mit dem Schongauer Fabian Magg.

Eishockey - Bayernliga-Verzahnungsrunde

Eispiraten sind wieder auf Kurs

Der ESC Dorfen hat sich im Kampf um den Klassenerhalt in der Bayernliga mit einem Sechs-Punkte-Wochenende zurückgemeldet.

Dorfen – Sowohl die Wild Lions aus Amberg (6:5) als auch die Mammuts aus Schongau (4:1) wurden niedergekämpft.

„Meine Mannschaft hat trotz ständiger verletzungsbedingter Ausfälle Moral gezeigt und das Selbstvertrauen zurückbekommen“, äußerte sich sichtlich erleichtert ESC-Trainer Petr Vorisek bei der Pressekonferenz nach dem Schongau-Spiel. In Amberg hätte seine Mannschaft ohne die Langzeitverletzten Lukas Miculka und Florian Mayer, den Rekonvaleszenten Christian Göttlicher sowie den beruflich verhinderten Fabian Kanzelsberger taktisch und diszipliniert gut gespielt. Immerhin kassierten die Eispiraten nur acht Strafminuten gegenüber 17 plus 20 Minuten der Gastgeber.

Nach einem „verhaltenen ersten Drittel von beiden Mannschaften“ habe sich sein Team gegen die Schongauer ab dem zweiten Drittel gesteigert, mehr Gas gegeben und sei mit sehr aggressivem, aber diszipliniertem Forechecking zunehmend besser in die Partie gekommen. Auch habe Torwart Thomas Hingel, der in Amberg wegen seiner Verletzung aus dem vorangegangenen Spiel noch hatte pausieren müssen, eine Topleistung geboten. Eine kompakte Vorstellung attestierte Vorisek auch seiner Defensive – wieder mit Fabian Kanzelsberger und seinem tollen Treffer zum 2:1. Rückblickend auf die Partie in Amberg bestätigte der Coach auch Torwart Simon von Fraunberg eine gute Gesamtleistung: „Er hat das Team im Spiel gehalten.“

Er musste in Dorfen 1b-Keeper Christoph Lohr aufbieten, weil Stammtorwart Daniel Blankenburg verletzt sei, betonte Schongaus Trainer Roman Mucha. Dies, so der Slowake, schmälere jedoch die Leistung der Dorfener nicht. Zusammenfassend bestätigte er, dass sein Team mehr Fehler im Gegensatz zu den Eispiraten gemacht habe. Die Dorfener ernteten für ihre Laufbereitschaft und kollektive Leistung von den Teilnehmern der Pressekonferenz großen Applaus. Besonders erwähnenswert war der Treffer zum 3:1 durch Mark Waldhausen (41.), den Mario Sorsak und Christoph Lönnig glänzend vorbereitet hatten. ESC-Jungstürmer Lönnig ist ohnehin ein Dauerbrenner. In Amberg erhöhte er auf 6:4 (55.), am Samstag war er beim 9:4-Sieg der ESC-Junioren gegen Straubing am Puck und lieferte drei Assists.

Der ESC Dorfen liegt jetzt nach neun Spielen mit 18 Punkten und 46:31 Toren auf Platz drei in der Verzahnungsgruppe, hinter Geretsried (9 Spiele, 21 Punkte) und Schongau (9, 19), aber vor Buchloe (8, 14). Am kommenden Freitag gastieren die Dorfener beim Tabellensechsten ESC Kempten (9, 9), und am Sonntag um 17 Uhr steigt zuhause die Partie gegen den ESC Haßfurt, der aufgrund der Wertungen wegen zu viel eingesetzter Ausländer auf dem letzten Platz liegt.

Georg Brennauer

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