+
Eiskalt verwandelt: Dorfens Martin Saluga überwindet den Landsberger Torwart David Blaschta zum zwischenzeitlichen 2:0.

Eishockey-Bayernliga

3:2 - Junge Eispiraten kämpfen die Riverkings nieder

Ein kräftiges Lebenszeichen hat eine aus der Not geborene, extrem junge Truppe des ESC Dorfen gegeben.

Dorfen Allen Nackenschlägen zum Trotz sind die Eispiraten des ESC Dorfen am Sonntag über sich hinausgewachsen. Die favorisierten Riverkings des HC Landsberg rangen sie 3:2 (1:0, 2:1, 0:1) nieder – mit einer Mannschaft, in der sieben Spieler unter 21 Jahren standen.

Waren die Eispiraten am Freitag schon alles andere als komplett, so fehlten diesmal aus dem Derbyaufgebot auch noch Bastian Rosenkranz (erkrankt) und Timo Borrmann (beruflich). Die verbliebenen 15 Feldspieler zeigten sich aber von der ersten Sekunde hellwach. Vor allem in den ersten zehn Minuten legten die Landsberger, die mit 19 Feldspielern plus zwei Torleuten eine ziemlich „volle Kapelle“ aufbieten konnten, ein beeindruckendes Tempo vor. Im jungen ESC-Goalie Andreas Marek fanden sie aber ihren Meister. Zwischen der 8. und 10. Minute sah er sich einem wahren Bombardement ausgesetzt.

Erstmals in Überzahl, veredelte Sandro Schroepfer im zweiten Versuch ein starkes Powerplay zur 1:0-Führung für die Eispiraten. Erneut in Überzahl spritzte Martin Saluga in einen Querpass und verpasste einen weiteren Treffer. Kurz vor der Pause verfehlte Markus Kerber bei Landsberger Überzahl frei vor dem ESC-Tor den Puck.

Aus der Pause zurück erhöhte Landsberg sofort die Schlagzahl. Dorfen hatte mit dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Verteidiger Tobias Fengler ein weiteres Handicap zu verkraften. Kapitän Andreas Attenberger saß auf der Strafbank, als Saluga nach Kroners Traumpass zum 2:0 davonzog (25.). Landsberg nützte aber nur zehn Sekunden später die Überzahl durch Jonas Schwarzfischer zum 1:2. Die Strafen häuften sich, und bei der nächsten Überzahl jagte Dennis Sturm den Puck an die Latte des ESC-Tores. In Überzahl hatte Christoph Obermaier innerhalb von zehn Sekunden zwei tolle Möglichkeiten – die zweite saß zum 3:1 (37.). In der letzten Minute vor der Pause kochten die Emotionen hoch. Landsbergs Robin Maag behinderte Obermaier, als dieser zum Wechsel raus wollte und lieferte sich dann mit ihm eine Prügelei. Mit einem Paket an Strafminuten ging’s in die Kabinen.

Mika Reuter eröffnete 40 Sekunden nach Wiederbeginn mit dem 2:3 einen HCL-Sturmlauf. Die Eispiraten stemmten sich aufopferungsvoll dagegen, und was durchkam, wurde Mareks Beute. Die Eispiraten setzten durchaus den ein oder anderen gefährlichen Konter. Unbeschreiblich dann die Dorfener Abwehrschlacht in der letzten Minute, als Landsberg mit sechs Feldspielern den Belagerungszustand ausgerufen hatte.

Statistik

Tore/Vorlagen: 1:0 (13.) Schroepfer (Kroner, Saluga/5-4), 2:0 (25.) Saluga (Kroner, Schroepfer/4-5), 2:1 (25.) Schwarzfischer (Gäbelein, Wedl/5-4), 3:1 (37.) Obermaier (Numberger, Lönnig/5-4), 3:2 (41.) Reuter (Raß) – HSR: Alain Kretschmer – Zuschauer: 210 – Strafminuten: Dorfen 18 + 10 (Obermaier), Landsberg 16 + 10 (Maag).

Helmut Findelsberger

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Schneiderfahrt der Eispiraten
Quasi umsonst ist der ESC Dorfen nach Königsbrunn gefahren.
Schneiderfahrt der Eispiraten
Großes Loch im Eis: Ein Abbruch, mit dem Dorfen gut leben kann
Um 18 Uhr ging’s los am Sonntagabend, gegen 20.45 Uhr war Schluss – nach nur zwei gespielten Dritteln. In die zweite Pause war der ESC Dorfen mit einem 1:3 (0:2, …
Großes Loch im Eis: Ein Abbruch, mit dem Dorfen gut leben kann
Grafinger Qualität schlägt Dorfener Quantität
Eine Nummer zu groß war der EHC Klostersee für den ESC Dorfen.
Grafinger Qualität schlägt Dorfener Quantität
Lukas Miculka zurück auf dem Eis
Diese Meldung dürfte die Fans des ESC Dorfen freuen: Lukas Miculka ist wieder zurück im Team. Seine Fans haben heute Abend freien Eintritt.
Lukas Miculka zurück auf dem Eis

Kommentare