+
Zweiter Sieger: Dorfens Bastian Rosenkranz (r.)  bringt den Puck nicht im von Martin Hildenbrand gehüteten Haßfurter Tor unter.

Bayernliga-Verzahnungsrunde

Es wird wieder eng für die Eispiraten

Nach drei erfolgreichen Spielen hintereinander – 6:5 in Amberg, 4:1 gegen Schongau, 5:3 in Kempten – hat es den ESC Dorfen beim 4:5 gegen Haßfurt wieder einmal erwischt.

Dorfen – Damit ist es für die Eispiraten im Kampf um den Klassenerhalt wieder enger geworden – vorübergehend zumindest. Denn die verlorenen Punkte gegen die Unterfranken dürfte Dorfen wohl am Grünen Tisch bekommen.

Nach bislang elf von 14 Partien steht der ESC – eine 5:0-Wertung des Haßfurt-Spiels vorausgesetzt – mit 24 Punkten neben Geretsried (27) und Schongau (24) unter den drei Teams, die sich für die Bayernliga qualifizieren. Doch die Suppe ist noch nicht gegessen, weil nämlich der ESV Buchloe den Eispiraten bei einem Spiel weniger mit 20 Punkten auf Platz vier dicht im Nacken sitzt. Die Vorentscheidung wird wohl am kommenden Sonntag beim Rückspiel in Buchloe fallen. Vorher gastiert am Freitagabend Spitzenreiter Geretsried in der Dorfener Dr.-Rudolf-Halle.

Beim Spiel am Freitagabend beim ESC Kempten präsentierten sich die Eispiraten einmal mehr als das cleverere Team, das vor allem im ersten und bedingt auch im zweiten Drittel – 5:1 stand es nach 38 Minuten – die Weichen für den späteren Sieg stellte. Als die Sharks dann auf Augenhöhe spielten, zeichnete sich ein Zweikampf zwischen dem schwedischen Topspieler der Gastgeber, Adrian Kastel-Dahl, und ESC-Torwart Thomas Hingel ab, den der bestens disponierte Dorfener für sich entschied. „Er hat damit einen wichtigen Beitrag zum Sieg geleistet“, sagte Eispiraten-Coach Petr Vorisek in der Pressekonferenz.

Sein Team sei unsicher ins Spiel gestartet, was Dorfen eiskalt zu einer frühen, wie vorentscheidenden 3:0-Führung nutzte, resümierte Kemptens Trainer Markus Wartosch. Sein Team habe zwar dann nach dem 1:4 gut gespielt, sei aber vor allem im Schlussdrittel trotz mehrerer guter Chancen an der Dorfener Defensive und dem guten Torwart gescheitert.

Im Heimspiel gegen Haßfurt sah es lange Zeit nach einem Sieg der Eispiraten aus. Die Hausherren überraschten die „Tschechen-Combo“ – die Unterfranken spielten wieder mit vier Kontingentspielern statt den vom Verband erlaubten zwei – bis zur 19. Minute mit drei Powerplaytreffern. Nach einem glänzenden wie befreienden 4:1 von ESC-Youngster Christoph Lönnig schien der Weg zum Sieg geebnet zu sein. Doch ein unnötiges Stürmerfoul von Christian Göttlicher bei eigener Überzahl (59.) sowie vier Sekunden später eine weitere Zwei-Minuten-Strafe für Tomas Vrba wegen Spielverzögerung – der Tscheche hatte den Puck nach einem Zweikampf mit dem Schläger über die Bandenverglasung abgeleitet – beendete die kuriose Schlussphase mit dem 5:4 für die Hawks.

Dem Erdinger Unparteiischen Lukas Kohlmüller, der insgesamt souverän leitete, wurde speziell die Strafe gegen Vrba, die eine Ermessensentscheidung war, von den Dorfenern arg verübelt. „Ich hätte dem Erdinger mehr Fingerspitzengefühl zugetraut“, grollte Hans „Fery“ Böhm unter dem Beifall der Pressekonferenz-Besucher.

Georg Brennauer

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Dorfens Kampf wird nicht belohnt
Der ESC kassiert gegen Pfaffenhofen eine 3:5-Pleite.
Dorfens Kampf wird nicht belohnt
Dorfen verliert Eishockeykrimi in Schongau
Das war eine rasante Schlussphase. Doch die Eispiraten hatten in der Verlängerung das Nachsehen.
Dorfen verliert Eishockeykrimi in Schongau

Kommentare