Mit sieben Punkten nach vier von zwölf Spielen hat der ESC-Dorfen in der Bayernliga-Abstiegsrunde die Erwartungen einigermaßen erfüllt.
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Feines Händchen: Dorfens Lukas Miculka (2. v. r.) fälscht unhaltbar für Schongaus Torwart Daniel Blankenburg ab.

Sieben Punkte aus vier Spielen

Bayernliga-Abstiegsrunde: Die Eispiraten sind voll im Soll

Mit sieben Punkten nach vier von zwölf Spielen hat der ESC-Dorfen in der Bayernliga-Abstiegsrunde die Erwartungen einigermaßen erfüllt.

Dorfen – Mit sieben Punkten nach vier von zwölf Spielen hat der ESC-Dorfen in der Bayernliga-Abstiegsrunde die Erwartungen einigermaßen erfüllt. Der zähe 5:4-Arbeitssieg gegen Schongau zuletzt im Dr.-Rudolf-Stadion konnte die heimischen Fans aber nicht von den Sitzen reißen.

„Wir wollten es besser machen als zuletzt bei der 3:5-Niederlage in Pfaffenhofen“, sagte ESC-Trainer Randy Neal. Dort hatte der ESC nach deutlich stärkerem Engagement im Schlussdrittel einen 1:3-Rückstand bis knapp vier Minuten vor Spielende egalisiert, doch glückte gut eine Minute später dem 22-jährigen Nick Endress, der den Puck viermal ins Dorfener Netz setzte, ein Glückstreffer unter die Querlatte zum 4:3. Das 5:3 ins leere Tor war dann nur noch Formsache.

Gegen Schongau sei es, so der ESC-Coach, nicht gelungen, das langsame Spiel, das die Mammuts aufzogen, schneller zu machen – mit eine Folge der geringen Trainingsbeteiligung vergangene Woche, aus arbeits- und verletzungsbedingten Gründen. Dies habe sich bei den Eispiraten letztlich auch in der mangelnden Chancenauswertung gezeigt. So sei sein Team lange nicht auf Touren gekommen, obgleich der vorhandene Kader durchaus in der Lage sei, ein schnelleres Spiel abzuliefern. Er hoffe, so Neal, dass die drei Trainingseinheiten in dieser Woche zahlenmäßig mehr Beteiligung bringen, um taktische Dinge besser umsetzen zu können. Letztlich seien jedoch die eingespielten drei Punkte positiv zu werten.

Aufklärung lieferte Neal über das vermeintliche 6:3 des ESC in der 43. Minute, das dann zurückgenommen worden war. Kurz zuvor war nämlich den Mammuts der Treffer zum 4:5 gelungen (Neal: „Es war ein Tor“), über das erst der Linesman den Hauptschiedsrichter Peter Poschenrieder nach Reklamation der Gäste informierte. Dieser annullierte regelgerecht den Treffer von Vrba und erkannte das vorangegangene 4:5 der Schongauer an. „Eigentlich hätte man auch noch die Uhr zurückstellen müssen, aber da habe ich mich zu unserem Vorteil sehr ruhig verhalten“ meinte der ESC-Coach schmunzelnd.

„Sehr zufrieden“ mit dem Auftritt seine Mini-Truppe mit elf Feldspielern zeigte sich Schongaus Trainer Andreas Leschinger. Man zähle derzeit neun verletzte beziehungsweise erkrankte Spieler, sodass er sogar bei seiner 1b-Mannschaft Anleihen rekrutieren habe, betonte Leschinger. Seine Taktik, mit einer gesicherten Abwehr vor dem routinierten Torwart Daniel Blankenburg eventuell einen Punkt mitzunehmen. wäre beinahe aufgegangen. Den Zuschauern sei dadurch allerdings kein Eishockey-Leckerbissen geboten worden, unterstrich der Gästecoach. 

Georg Brennauer

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