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Am Sonntag ging es schon etwas besser, doch beim Heimspiel am Freitag waren die Eispiraten gegen Miesbach total überfordert.

TEV-Sportchef beschwert sich

Misstöne in Miesbach – „Solche Fans hat der ESC Dorfen nicht verdient“

Zwei Mal verlor der ESC am Wochenende gegen Miesbach. Am Sonntag verletzte sich ein TEV-Spieler. Die Partie wurde für eine halbe Stunde unterbrochen.

Dorfen – Dass unterm Strich nach dem Wochenende mit den beiden Spielen gegen Miesbach auf dem Konto des ESC Dorfen keine weiteren Punkte landeten, dürfte niemanden groß überraschen. Die Partie im Oberland endete allerdings mit Misstönen.

Zu unterschiedlich waren beim 3:9 am Freitag in den ersten 20 Minuten die Kräfteverhältnisse. „Wir wussten, dass der Gegner personell stark reduziert ist“ sagte Gästetrainer Peter Kathan. So hat Miesbach von der ersten Sekunde an Vollgas gegeben. Fünf Treffer, davon ein Doppelpack innerhalb von Sekunden – Kilian Ober im ESC-Tor konnte einem leid tun. Der 21-jährige war im elften Pflichtspiel der fünfte Torhüter bei den Eispiraten. Er steigerte sich dann immer mehr und hatte seinen Anteil daran, dass es nicht zweistellig wurde. ESC-Coach Randy Neal musste attestieren, „dass einige seiner jungen Spieler gegen so einen Gegner überfordert waren“.

Jüngerer und stabilerer Kader im Sonntagsspiel

Nach dem Sonntagsspiel (3:5) durfte Neal feststellen, „dass ein paar Veränderungen dafür gesorgt haben, dass wir viel stabiler gestanden sind“. Mit dem 19-jährigen Torwart Andreas Marek und dem ebenfalls erst 19 Jahre alten Maximilian Steiner im Angriff war der Kader nochmal jünger geworden. Mit einem couragierten Auftritt verlangten die Eispiraten dem Ex-Oberligisten diesmal alles ab.

Allerdings trat im Schlussabschnitt der Sport in den Hintergrund, als Miesbachs Sebastian Höck ohne gegnerisches Verschulden sehr heftig in die Bande krachte. Das Spiel musste für fast eine halbe Stunde unterbrochen werden.

Miesbachs Sportchef gegen Dorfens Fans

Die lange Unterbrechung erklärte Miesbachs zweiter Vorsitzender und Sportlicher Leiter Stefan Moser damit, dass die beiden Sanitäter mit dem Abtransport des Verunglückten auf den Notarzt warteten. Bereits in seinem Statement bei der Pressekonferenz konnte Moser leichte Entwarnung geben, was den Spieler betraf. Montagmittag war dann von ihm telefonisch zu erfahren, dass der 24-jährige vom Krankenhaus wieder raus ist, er zwar Sportverbot aber keine schwerwiegenden Verletzungen hat.

„Solche Fans hat der ESC Dorfen nicht verdient“, hatte Moser in der Pressekonferenz auch gesagt. Er sprach damit die unflätigen Parolen an, die zu hören waren, als der verunglückte Spieler auf dem Eis lag. Und „gefühlt hunderte von Aufklebern in den Toiletten“ ärgerten ihn ebenfalls.

ESC-Sportleiter Manfred Detterbeck war nicht in Miesbach, geht aber davon aus, „wenn die Schiedsrichter sogar eine Zusatzmeldung schreiben mussten, dann war das wohl schon heftig während der Unterbrechung“. Er hat sich umgehend bei Moser entschuldigt. Aufkleber und sonstigen Schmierereien stellt Detterbeck auch bei Dorfener Heimspielen als Hinterlassenschaften auswärtiger Fans fest.  

Helmut Findelsberger

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