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Gnadenlose Härte: Schweinfurts Verteidiger Markus Babinsky (vorne) lässt Dorfens Sandro Schroepfer auflaufen und abprallen.

Zufrieden mit dem Zwischenrundenauftakt

ESC Dorfen: Freude über vier Punkte, Ärger über harte Schweinfurter

Der ESC ist fürs Erste zufrieden: Die Eispiraten gewinnen zum Auftakt der Zwischenrunde-Abstieg 4:2 gegen Schweinfurt und verlieren 1:2 im Penaltyschießen.

Dorfen – Vier Punkte zum Auftakt der Zwischenrunde-Abstieg, damit kann der ESC Dorfen fürs Erste leben. Die Eispiraten haben am Wochenende beim 4:2-Heimsieg gegen Schweinfurt und bei der 1:2-Penaltyniederlage in Königsbrunn wahre Kraftakte abgeliefert. Und dies, obgleich zuletzt in Königsbrunn mit Verteidiger Tobias Fengler, den Stürmern Christian Göttlicher, Sandro Schroepfer und Tomas Vrba (alle verletzt) sowie Kapitän Andreas Attenberger (beruflich verhindert) eine Handvoll Stammspieler fehlte.

16 Penaltys bis zur Entscheidung nötig

Angesagt dürfte bei den Isenstädtern allerdings ein Intensivkurs für Penaltyschießen sein, wenngleich man Strafschuss-Entscheidungen, wie man weiß, getrost unter der Rubrik „Glückssache“ ablegen kann. Bei den ersten sechs Versuchen in Königsbrunn traf jedes Team einmal (beim ESC Timo Borrmann), bei je zwei Fehlversuchen. Dann folgten vier weitere Fehlschüsse hüben wie drüben und eine weitere Fahrkarte bei Dorfen, ehe die Schwaben im insgesamt 16. Anlauf den Siegtreffer zum 2:1 durch Anton Zimmer setzten.

ESC-Trainer kann mit der Niederlage leben

ESC-Trainer Randy Neal nahm die Niederlage nicht tragisch. Er resümierte vielmehr, ein sehr gutes Spiel von beiden Mannschaften gesehen zu haben. Den Torhütern Nicolas Hetzel (Königsbrunn) und Andreas Tanzer (Dorfen) bestätigte er „klasse Leistungen“. Lediglich das Visier sei bei beiden Teams häufig nicht richtig eingestellt gewesen. Dass dann dem jungen Christoph Lönnig auf Zuspiel von Lukas Miculka der verdiente Ausgleichstreffer noch zum richtigen Zeitpunkt gelang (53.), freute dem ESC-Coach besonders.

Er habe mit sechs Punkten zum Auftakt der Runde gerechnet, und jetzt, nach der knappen 3:4-Niederlage in Pfaffenhofen und dem Penaltysieg gegen Dorfen nur zwei Zähler geholt, meinte EHC-Trainer Waldemar Dietrich. Doch werde man in den restlichen zehn Spielen schon noch die nötigen Punkte einspielen, um in die Pre-Playoffs einzuziehen, gab er sich zuversichtlich.

Harte Spielweise Schweinfurts

Nach dem Heimsieg gegen Schweinfurt hatte sich Dorfens Trainer mächtig über die teilweise dreckigen Attacken der Gäste aufgeregt. So hatte Mighty-Dogs Verteidiger Markus Babinsky den ESC-Tschechen Vrba im Gesicht verletzt. Schließlich sorgte der Litauer Domanatas Cypas kurz vor Ende des zweiten Drittels mit einem nicht geahndeten Check gegen den Kopf für das vorzeitige Aus von Sandro Schroepfer, der den Eispiraten ein paar Wochen fehlen dürfte. Ansonsten habe sein Team wiederum eine taktisch gute Leistung abgeliefert und selbst bei engen Situationen Ruhe bewahrt. Dass auch Schweinfurts Trainer Zdenek Vanc die unsauberen Einlagen einiger seiner Spieler ansprach und sie bedauerte, ließ die Gemüter letztlich wieder etwas abkühlen.

Ein Sonderlob hielt Neal noch für seinen Verteidiger Florian Mayer bereit, der sich gegen Schweinfurt nach gerade überstandener Grippe mit einer starken Leistung zurückgemeldet hatte. 

Georg Brennauer

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