Gut aufpassen: Dorfens Trainer Randy Neal (r.) mit Martin Saluga. Der spielte zuletzt für den verletzten Lukas Miculka und wurde prompt zum besten ESC-Spieler gekürt.
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Gut aufpassen: Dorfens Trainer Randy Neal (r.) mit Martin Saluga. Der spielte zuletzt für den verletzten Lukas Miculka und wurde prompt zum besten ESC-Spieler gekürt.

Eishockey - Bayernliga-Abstiegsrunde

Eispiraten sind ein gern gesehener Gast

Die Eispiraten des ESC Dorfen kommen in der Bayernliga-Abstiegsrunde einfach nicht von der Stelle.

Dorfen – Mit sechs Punkten aus zwei Partien in eigener Halle liegen sie in der Heimbilanz voll im Soll. Auswärts dagegen werden sie allmählich zu gern gesehenen Gästen. Ein Zähler aus drei Spielen ist eine mickrige Bilanz.

Nichts zu holen gab es am einzigen Spiel des Wochenendes am Freitag bei der 2:6-Niederlage (0:2, 1:4, 1:0) beim TSV Peißenberg. „Schön, wieder da zu sein“, sagte Trainer Randy Neal zu Beginn der Pressekonferenz nach dem Spiel bei seinem Ex-Club in Peißenberg, wo er ja auch wohnt. Dass er sich für diesen Auftritt nicht so viel ausgerechnet hatte, schickte er aber gleich hinterher. Er begründete dies mit dem Fehlen von fünf etatmäßigen Angreifern: „Die Jungen haben es phasenweise ganz gut, aber auch Fehler gemacht, und das war zu erwarten“.

Der ESC-Trainer bemängelte bei seinem Team, dass es im ersten Drittel „die angebotenen Torchancen nicht angenommen hat und im zweiten Spielabschnitt die erhoffte Reaktion ausgeblieben ist“. Die Partie war bereits nach 40 Minuten entschieden. 1:6 nach Toren aber 8:4 bei den Strafminuten lautete die Zwischenbilanz aus Sicht der Eispiraten. „Im letzten Drittel haben wir uns dann gewehrt, aber auf die falsche Art und Weise mit zu vielen Strafen“ musste Neal zugeben. „Aber wir haben sehr gut in Unterzahl gespielt.“ Mit 26:29 Strafminuten fiel diese Bilanz des letzten Drittels sogar zu Gunsten des ESC aus. Der hatte da lange Zeit mit jeder Menge Zwei-Minuten-Strafen und einem „Zehner“ für Bastian Rosenkranz klar vorne gelegen, ehe sich Peißenbergs Markus Andrä für einen Check von hinten völlig berechtigte „5 plus Spieldauer“, also 25 Strafminuten auf einmal einhandelte. Torhüter Simon von Fraunberg musste der ESC-Coach herausheben: „Der hat während der Woche mit Schmerzen nur einmal trainieren können, aber er hat sich trotzdem ins Tor gestellt“.

Dass an diesem Tag in Peißenberg nicht viele Teams was geholt hätten, wollte auch ESC-Eishockeychef Manfred Detterbeck nicht abstreiten. Zu motiviert und aufgedreht waren die Hausherren nach dem Trainerwechsel vom Vortag (wir berichteten).

Dennoch zeigte sich Detterbeck ein Spiel vor Halbzeit dieser Abstiegsrunde alles andere als zufrieden mit seinem Team. „Im Soll kann man uns sehen, wenn man nur den Kampf um den Klassenerhalt als Maßstab nimmt, aber unsere Zielsetzung war und ist eine andere“, spricht er Klartext. Und er legt nach, „dass nicht immer personelle Probleme als Ausrede gelten dürfen, dann müssen und sollen die anderen halt Eishockey spielen“. Für Detterbeck wird das Spiel am Freitag in Geretsried entscheiden, „ob nur noch Abstiegskampf angesagt ist oder ob wir weiter von den Pre-Playoffs träumen dürfen“. Der Sonntag ist als Ausweichtag spielfrei.

Helmut Findelsberger

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